Oxygen – Der Tod liegt in der Luft (1999)

Haarscharf an unserer Jahresbegrenzung liegt der Film Oxygen – Der Tod liegt in der Luft aus dem Jahr 1999, ein Thriller der unter der Regie von Richard Shepard entstanden ist. Was man gleich vorne weg erwähnen sollte, das storytechnisch nicht viel Neuland geboten wird, das liegt aber daran das so gut wie (fast) alles schon irgendwo und irgendwie vorhanden und filmisch interpretiert wurde.

Oxygen ist ein Film der mit einem geringen Budget auskommen musste, doch braucht man viel Geld um einen spannenden und fesselnden Thriller zu drehen? Hier wurde auf Action verzichtet, statt dessen bekommt der Zuschauer ein interessantes Katz und Mausspiel auf dem Silbertablett serviert. Die Story ist gut geschrieben und wird von allen Darstellern gut in Szene gesetzt. Da bemerkt man kaum noch das viele Szenen komplett ohne Sounduntermalung auskommen – die Spannung knistert und macht schon genug Geräusche alleine.

In Oxygen geht es um eine Millionärsgattin die soeben entführt wurde, und durch ihre Entführer in einer Holzkiste im Wald vergraben wird – bei lebendigen Leibe. Die Entführer geben ihrem Mann 24 Stunden Zeit, eine Million Dollar an die Entführer zu bezahlen. Sie würden ihm dann den Ort des Begräbnisses mitteilen, andernfalls geht der Gattin der Sauerstoff aus! Die Geldübergabe findet statt, doch anstatt das die Entführung ein jähes Ende nimmt, geht das Spiel des Entführers mit der Polizei erst richtig los.

In der Rolle des Entführers Harry glänzt der Schauspieler Adrien Brody, er wirkt unscheinbar und wie der nette Nachbar von nebenan, jedoch hat er es faustdick hinter den Ohren und zeigt erst nach und nach sein wahres Gesicht. Als seine Widersacherin wurde Maury Tierney engagiert, auch sie glänzt in ihrer Rolle als Detective Foster.

Die Story ist simpel gestrickt, jedoch stellt sich immer die Frage was macht man mit einem gefassten Täter der aber seine Informationen nicht preisgeben will. Er spielt ein wirres Spiel und führt auch das FBI an der Nase herum. Die Zeit wird knapp – der Sauerstoff im Sarg wird immer weniger. Mit einfachen und wenigen Mitteln schafft es Shepard den Zuschauer an den Sitz zu fesseln und ihn teil werden zu lassen, ob die Geschichte ein gutes Ende bekommt oder ob alle Zeit vergebens war und ist. Oxygen ist ein guter Film für zwischendurch oder wenn man mal wieder ordentlich mitfiebern möchte. Stück für Stück setzt sich das Puzzle für die Charaktere, sowie auch für den Zuschauer zusammen, jeder bekommt nur immer kleine Häppchen gereicht und muss sich selber damit auseinander setzen! Es gibt ihn auf VHS, DVD und Blu-ray, und er bekam eine Freigabe von 16 Jahren, bei fehlenden Actionszenen und wilden Schiessereien nicht verwunderlich. Dieser Film ist ein gutes Beispiel dafür das man mit Spannung, simpler Story und klasse Darstellern auch einen packenden Beitrag zum Thriller Genre leisten kann!