Planet der Affen (1968)

Nach einer Bruchlandung auf einem fremden erdähnlichen Planeten muss Astronaut Taylor entsetzt feststellen, dass die dominierende Spezies Affen sind, die zu Pferd wilde und stumme Menschen jagen. Auch Taylor wird geschnappt und in ein Lager interniert. Nach dem er sich vom ersten Schock erholt und spricht gerät er in Gefahr, da die Affen ihn für eine Abnormalität und Laune der Natur halten und ihn zu wissenschaftlichen Zwecken sezieren wollen. Die Schimpansen Dr. Zira und ihr Mann Cornelius retten Taylor jedoch das Leben, was aber dem Uran-Utan Professor Zaius gar nicht gefällt, weiß der über Taylor allem Anschein mehr, als er zugibt…

 Wer kennt ihn nicht, den Film Planet der Affen, der wohl zu einen der bedeutsamsten und außergewöhnlichsten Science Fiction Filme der späten 1960er gehört. Der Regisseur, der später auch die Filme Papillion mit Steve McQueen und The Boys from Brazil mit Gregory Peck drehte, Franklin James Schaffner, landete mit Planet der Affen nach einer Buchvorlage  französischen Schriftstellers Pierre Boulle den ultimativen Kassenerfolg, der internationale Anerkennung erhielt und sogar zahlreiche Preise einfuhr, darunter auch einen Oscar in   der Kategorie Bestes Make Up und für weitere für die Besten Kostüme und den besten Soundtrack nominiert wurde.

 Ich glaube eigentlich nicht, dass man zum Film Planet der Affen viel erklären muss, zählt er noch heute nach 45 Jahren seit seiner Kinopremiere zu einen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Charlton Heston, der schon seit Die Zehn Gebote von 1956, in dem er mit Yul Brynner in der Geschichte um Moses vor der Kamera stand und in Ben Hur von 1959 die Hauptrolle innehatte, zu den wichtigsten Schauspielern Hollywoods gehörte, spielt in Planet der Affen den Astronauten Taylor, der in meiner eigenen Interpretation für das Scheitern und auch die Dummheit der menschlichen Zivilisation steht, aber was man erst gegen Ende so richtig als solche definieren kann. Vorher fiebert man mit dem Charakter des Astronauten Taylors auf dem fremdartigen Planeten mit, der sich in einer verkehrten Welt wiederfindet, in der die Rollen vertauscht sind, wo Affen Menschen für “Tierversuche” missbrauchen und sich sogar eine eigene Religion erschaffen haben.

 Die herausragenden Leistungen unter den Schimpansen-Masken, die auch heute noch im Zeitalter von CGI-Effekten genauso eindrucksvoll sind wie damals als der Film im Kino lief, agierenden Schauspielern Kim Hunter (Anthony) und Roddy McDowall (Tanz der Totenköpfe) stehen ebenso für den Erfolg des Filmes, wie seine bizarr und verstörend anmutende Geschichte und Atmosphäre. Legendär ist natürlich die Endzene, in der Taylor die Wahrheit über den Planet der Affen erfährt und die wohl auch nach x maligen Ansehens des Filmes immer noch schockiert und somit auch zu einer der großartigsten der Filmgeschichte zählt. 

 Obwohl man ursprünglich die Affen in einer weit auch technologisch höher entwickelten Welt ansiedeln wollte, was aber wohl auch das Budget von 5,800.000 US-Dollar gesprengt hätte und laut Gerüchten auch 20th Century Fox nicht wirklich gefiel, veränderte man das Drehbuch und schaffte eine etwas auch meiner Ansicht nach viel authentischere Welt, die die Zivilisation der Affen in eine eher vorindustrielle zeigt, die anch einem Vorbild einer Höhlensiedlung in der Türkei entworfen wurde. Irgendwie finde, hätte eine High Tech-Affen-Zivilisation auch nicht mit dem bedrückenden Ende übereingestimmt. 

Was viele Filmfans allerdings bemängeln ist, dass in dem Film der Charakter von Taylor nicht schon früher wusste, wo er eigentlich ist, weil die Affen allesamt englisch sprachen – ich finde das völlig unangebracht… wie hätte man sonst sie sich verständigen lassen sollen und zudem wäre es auch wesentlich komplizierter und vielleicht auch aufwendiger gewesen extra eine Affensprache zu formulieren, die dann ja nur aus Lauten bestanden hätte, die Taylor niemals hätte verstehen geschweige lernen können?!

 Eigentlich kann auch ich in so einem Review über den mitunter 2001 – Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick, der im selben  Jahre, also 1986 anlief, bekanntesten Science Fiction-Film der späten 1960er nichts neues berichten – nichts, was schon auf etlich anderen Webseiten, die sich mit Filmen beschäften nicht in eigenen Reviews zum Film Planet der Affen geschrieben wurde. Für mich gehört Planet der Affen auf Grund von Darstellern, Masken und auch dem Inhalt und den tollen Kulissen zu einen der eindrucksvollsten Filme des Science Fiction-Genres von vor 1970.

 Zwei Jahre später nach dem großen Erfolg von Planet der Affen kam die Fortsetzung Die Rückkehr zum Planeten, die meiner Ansicht nach wunderbar an den Film anknüpft, aber trotz aller Mühen und der tollen Story natürlich nicht an den ersten heranreicht, da Planet der Affen eben auch von seinem schockierenden Ende lebt. Da man in Teil 2 weiß, was, wann und wo alles spielt, wirkt der zwar recht unterhaltsam und hat einige gute Ideen, aber geht meiner Ansicht nach im Schatten des 1. grandiosen Teils unter.

Drei weitere Fortsetzungen folgten, die mir so gesehen auch ganz gut gefielen… bis vielleicht auf den letzten Teil Die Schlacht um den Planet der Affen, da dieser mir irgendwie zu unspektakulär erscheint.. da diese sogenannte Schlacht um die Vorherrschaft auf den Planeten zwischen verstrahlen Meschen und Affen (zusammen mit anderen Menschen) dann auf mich irgendwie zu klein wirkt, zu unbedeutend und eher wie ein kleines unbedeutendes Gerangel, aber dazu kann eventuell die Seite Retro-Film mehr sagen, da die nachfolgenden Teile auf Grund Ihrer Produktion in den 1970ern in deren Aufgabenbereich fällt. Es folgten auf die Filme eine TV-Serie und ein Remake sowie ein Prequel von 2011, über das ich nicht schrieben kann,weil ich bis auf die Neuverfilmung  aus dem Jahre 2001 von Tim Burton sie nicht gesehen habe.

 Planet der Affen von 1968 ist auf jeden Fall, das was man bei neuen Filmen gerne als Blockbuster bezeichnet und gehört in jede Filmsammlung, ob man nun Klassiker sammelt oder nicht und ist auf VHS von CBS/FOX sowie auf DVD und BluRay in den verschiedensten Auflagen von 20th Century Fox erhältlich. 

Wertung: 10/10 Punkten