Plattfuss in Afrika (1978)

Commissario Rizzo (Bud Spencer), genannt Plattfuß, wird von einem geheimnisvollen Informanten in Neapel an den Hafen gelockt, wo er den Mann, einen Afrikaner nur noch tot auffindet. Einem Hinweis nachgehend, reist er nach Johannesburg, wo sein alter Kollege Caputo inzwischen in einem Restaurant arbeitet. Wie sich herausstellt hatte der Tote einen kleinen Sohn, den Rizzo unter seine Fittiche nimmt. Bald schon findet er unter der High Society Verdächtige, die offizielle Safaris und Tierjagden ausrichten, in Wirklichkeit jedoch Diamanten schmuggeln wollen.

Es gibt insgesamt 4 Plattfuss Filme mit Bud Spencer in der Hauptrolle des Commissario Rizzo. Plattfuss in Afrika ist der dritte Teil dieser sehr bekannten Filmreihe. Vormals gab es „Sie nannten ihn Plattfuss“ aus dem Jahr 1973, dann folgte „Plattfuss räumt auf“ 1975, dann dieser Teil hier „Plattfuss in Afrika“ und im Jahre 1980 lief der letzte Teil „Plattfuss am Nil“ über die Leinwand. In den ersten beiden Teilen war noch Neapel der Ort des Geschehens, und sie befassten sich mit dem Drogenmilleu und der Zuhälterei und kleinen Trickbetrügern.

In Plattfuss in Afrika wurde das Geschehen wie der Name es schon verrät nach Afrika verlegt, und es handelt sich nun um Diamanten, damit wollte man den Film etwas familienfreundlicher gestalten. Zwar durfte Plattfuss auch hier wieder typisch Haue und Schläge an die bösen Jungs austeilen, aber auch viele Nebengeschichten fanden ihren Platz im Drehbuch. Die Zuschauer wollten jedoch den alten Plattfuss wieder haben. Aber dennoch bietet Plattfuss in Afrika die gewohnte Buddy-Kost, trottelige Gauner und auch die Lachmuskeln bleiben nicht verschont.

Bud Spencer bekam auch Zuwachs um es mal so auszudrücken, es handelt sich um den kleinen Jungen namens „Bodo“,  wird auf dem Cover und im Filmvorspann Bodo genannt, im Film selbst wird aber der kleine Kerl „Boto“ gerufen, im letzten Teil der Plattfussreihe heißt er im Film und auf dem Cover Bodo, ich denke dies ist nur ein kleiner Fehler in der deutschen Synchronisation. Regisseur der Plattfuss Reihe war „Steno“, er führte Regie bei allen vier Teilen und weiteren Filmen mit Bud Spencer in der Hauptrolle, auch für „Banana Joe“ saß er auf dem Regiestuhl.

Musikalisch ist auch Plattfuss ein Ohrwurm, wie bei so vielen Bud Spencer / Terence Hill Filmen sind die ausgewählten Musikstücke der „Oliver Onions“ ein Ohrwurm, und die Melodie bleibt einem förmlich im Gedächtnis haften. Man muss nur kurz ein paar Takte lauschen und kann sofort wieder mitsummen und mitträllern. Noch eine kleine Anmerkung, in Plattfuss in Afrika hat Bud Spencer eine ganz andere Synchronstimme als in den anderen Teilen, sie ist etwas höher und brummt nicht so sehr, wie man es gewohnt ist. Dennoch stört dies nicht viel, mir ist es nur am Anfang des Films gleich aufgefallen.

Plattfuss in Afrika und die anderen Teile gibt es auf VHS und DVD, auf DVD sogar in einer schicken „Plattfuss“ Box. Doch leider gibt es dort auch eine negative Nachricht zu übermitteln, der Film wurde in Deutschland nur in einer gegenüber der italienischen Version um 14 Minuten gekürzt. Das ist bei der TV, VHS und DVD – Version der Fall. Was einem noch auffällt ist das die VHS eine Freigabe von 6 bekommen hat, und die DVD eine 12er.

Fazit: Plattfuss in Afrika ist wieder gewohnte Bud Spencer Kost, allerdings etwas abgeflaut gegenüber den anderen Plattfuss Filmen. Der Film weckt aber immer wieder Kindheitserinnerungen und bringt einem immer gute Laune. Wird auch sehr häufig im TV gesendet, nicht nur Plattfuss in Afrika.

Ich gebe Plattfuss in Afrika 6 / 10 Punkten (etwas zu lasch)