Programmiert zum Töten (1986)

Hinter Julie Clingstons hübschem Gesicht verbirgt sich ein teuflisches Hirn. Drei junge College- Mädchen sollen ihre Opfer werden. Sie lädt die Mädchen und ihre Freunde in das abgelegene Haus von Professor Brake ein und will an ihnen die neueste, modernste Horrormaschine ausprobieren. Clingstons Computer “Apache” genannt, kann kleine Silberkugeln verschießen, die sich in den Köpfen der Besucher festsetzen und die furchtbarsten Veränderungen hervorrufen. Die jungen Leute werden wahnsinning, die Haare fallen aus, die Augen treten hervor, die Gesichter mutieren zu grauenvollen Fratzen. Schließlich beginnt die Haut zu schmelzen. In diesem Moment kommt Jessica, die junge Tochter des Professors, nach Haus. Clingstone hat längst die Kontrolle über “Apache” verloren. Es gibt nur eine Rettung: Jessica muß ihren Computer gegen “Apache” aktivieren. Es bleiben nur Sekunden, bis sich die gräßlichen Mutanten auf sie stürzen….

 

Es gibt Filme und Troma – zwei Welten treffen oft aufeinander und zerren an den Nerven beim Zuschauer. Schon lange war der Film PROGRAMMIERT ZUM TÖTEN aus dem Jahr 1986 auf meiner VHS Wunschliste. Nun nachdem ich mir den Wunsch erfüllt habe, den ich aufgrund des Covers mir zulegte, wie früher üblich in Videotheken, wurde ich bitter enttäuscht.

Regisseur Henry Sala kreierte einen Horror-Splatter-Erotik Mix der es in sich hat. Es war sein erster und letzter Ausflug als Regisseur hinter der Kamera, vielleicht auch gut so. Aber man kann nicht immer nur über den Regisseur meckern, denn der ist nur so gut wie das Skript was er abarbeitet. Und das Skript stammt aus dem Hause TROMA. Der Name steht für Trash, und brachte einige Klassiker hervor, die heute immer noch großer Beliebtheit sind. Man denke da nur an THE TOXIC AVENGER. Doch PROGRAMMIERT ZUM TÖTEN ist weit von einem Klassiker entfernt.

Die Story klingt recht einfallsreich und gut durchdacht. Ein Wissenschaftler ist vertieft in seine Arbeiten und seine bezaubernde Assistentin möchte sein Wissen für Ihre Zwecke mißbrauchen und nutzen um damit das große Geld zu verdienen. Mithilfe eines Komplizen und ein paar Hausangestellten setzt sie ihren Plan in die Tat um, und nutzt drei naive junge Mädchen als Versuchskaninchen. Doch ausgerechnet ihr Komplize verliebt sich in die Tochter des Wissenschaftlers. Das Experiment artet aus, und Unbeteiligte werden zum Opfer und morden fleissig drauf los und dezimieren die Besucher des Landsitzes des Wissenschaftlers. 

Die Umsetzung ist recht lahm und verwirrt schon zu Anfang den Zuschauer mit Plots, Nebenplots und zahlreichen Charakteren die entweder nur bedingt bis gar nichts mit dem Film zu tun haben. Ein paar Szenen in einer Bar, wo junge Männer auf Brautschau sind und man begleitet die Tochter des Wissenschaftlers auf ihren ersten Erfahrungen mit Jungs und der Liebe. Dazu gesellen sich ein paar Soft-Sex Szenen die mit teils unpassender Musik untermalt sind. Das ist selbst für hart gesottene Trash Fans harter Stoff und zerrt an den Nerven und vor allem der Aufmerksamkeit.

Schaut man sich den Cast genauer an, so können die Damen zwar optisch im typischen Stil der 80er Jahre punkten, sei es Klamotten, Style der Frisuren, aber schauspielerisches Talent ist hier kaum vorzufinden. Somit verwundert es nicht das sie nach und vor PROGRAMMIERT ZUM TÖTEN nicht weiter im Filmgeschäft tätig waren. Optische Reize reichen oft nicht aus um im harten Geschäft des Films Fuß zu fassen – auch wenn man sich nackt vor der Kamera räkelt!

PROGRAMMIERT ZUM TÖTEN bietet für Fans der härteren Szenen ein paar kleine Aufblitzer, ein Auge was ausläuft, mehrere Messer Attacken mit blutigem Ende und auch mal eine Zombie ähnliche Fratze. Doch reicht das leider alles nicht aus, um den Film aus der Schlinge zu ziehen. Was bleibt ist ein TRASH Disaster nur für wirklich harte TRASH Enthusiasten, die dann aber auf die VHS von RCA COLUMBIA zurück greifen müssen um in den Genuss des Films zu kommen.