Psycho Cop 2 (1993)

Officer Joe Vickers (Robert R. Shafer), erlangte traurige Berühmtheit durch grausames Morden. Er ist Polizist, Richter und die Jury in einem, so fällt er selbst das Todesurteil über seine Opfer. Nach seinem Scheintod kehrt er jetzt zurück, noch grausamer und blutrünstiger als er es zuvor schon war. Diesmal verwandelt er eine Junggesellenabschieds-Party in ein schreckliches Blutbad…

 

Polizist, Richter und Vollstrecker in einer Person. Was zusehends an DREDD mit Sylvester Stallone erinnert, ist aber in diesem Fall Bestandteil der Story von PSYCHO COP 2. Angelehnt an den Erfolg von “Maniac Cop” von 1988 wurde der PSYCHO COP ins Leben gerufen, wie seinem erfolgreichen Vorreiter bekam auch der PSYCHO COP eine Fortsetzung spendiert. 1993 drehte Regisseur Adam Rifkin den Slasher mit Robert R. Shafer als Officer Joe Vickers. PSYCHO COP ist im Horror Genre beheimatet und nimmt sich dem Sub Genre des Slashers an. In diesem Sub Genre ist es sehr schwer Fuß zu fassen, aufgrund vieler sehr erfolgreicher Filmreihen.

PSYCHO COP 2 bedient sich wie andere Vertreter ordentlich in der Klischee Kiste, sei es das Menschen die sich sexuell miteinander vergnügen, nach und nach dezimiert werden oder auch das die Überlebenden eingeschlossen sind, und ihre Fluchtwege versperrt sind und sie einer Konfrontation mit dem Killer unausweichlich gegenüber stehen. Doch kann alt bekanntes funktionieren und die Zuschauer begeistern? Der vorrangegange Teil der PSYCHO COP Reihe konnte sich in den damaligen Videotheken gut durchsetzen und machte vor allem durch sein Cover auf sich aufmerksam. Vor allem machte man es sich zu nutzen das “Maniac Cop” in den Videotheken ein voller Erfolg war.

Das Tempo von PSYCHO COP 2 ist recht flott inszeniert und spielt sich hauptsächlich in einem Hochhaus einer amerikanischen Firma ab. Viele lange Gänge, viele Büros und vor allem Fahrstühle tragen zur Ausweglosigkeit der Opfer und der aufbauenden Spannung ordentlich bei. Auf die Vorgeschichte von Joe Vickers wird gänzlich verzichtet und Zuschauer die den ersten Teil nicht gesehen haben, werden nur schwer verstehen, was Joe Vickers dazu bewegt unschuldige Menschen zu quälen und zu töten. 

PSYCHO COP 2 ist somit nur ein durschnittlicher Slasher, der sich nahtlos an den mäßigen Erfolg des Vorgängers anreiht. Zudem ließen es sich die Produzenten und der Regisseur nicht nehmen, den Zusatz von viel nackter Haut in den Plot zu integrieren. Da nutzte man vor allem die erotischen Reize von Julia Strain, die hier eine Partymaus spielt, die sich auf einer geheimen Junggesellenabschiedsparty mit ein paar Angestellten vergnügt. Julia Strain kennt man auch an der Seite von Steven Seagal in “Deadly Revenge”, oder in Christian Slater´s Film “Kuffs – Ein Kerl zum schießen” oder auch in “Beverly Hills Cop 3” mit Eddie Murphy.

Auch versuchte man eine Portion Humor in den Plot einzubauen, doch die Witze, Sprüche und Kommentare vieler Beteiligten, vor allem die der Rolle von Joe Vickers sind sehr flach und zünden rein gar nicht. So kann man dem PSYCHO COP 2 dem Zusatz “Party-Slasher” zuordnen, doch leider ohne Wirkung.

In der Rolle des Officers Joe Vickers ist erneut wie im Vorgänger Robert R. Shafer zu sehen, ein kleiner Erfolgspunkt im Bereich der Fortsetzungen. Shafer mimt den verrückten und vom Satan angetriebenden Mörder sehr authentisch und beängstigend. Die übrigen Darsteller liefern zufrieden stellende Leistungen ab und fügen sich gut in die Story ein.

Doch anstatt sich nur dem negativen des Films oder dem Durchschnitt zu bemängeln, kann man dem Slasher auch gutes zusprechen. Vor allem die Morde und Tötungsszenarien sind ansprechend und der etwas härteren Gangart. Dies aber auch nur wenn man im Besitz des Presse Tapes ist, denn in der Verleihversion wurden viele der Szenen zurecht gestutzt und bzw. entfernt. Abwechslung und Härtegrad sind sehr hoch und können sich somit gegenüber Teil 1 hervorheben. Unterstützt werden solche Szenen durch Einzeiler und kleinen Reimen die Joe Vickers zum Besten gibt. 

PSYCHO COP 1 ist bereits hierzulande auf DVD erschienen, doch die Fortsetzung ist nur auf VHS von VMP erhältlich, ist seit 1994 Indiziert und die FSK 18 Fassung ist noch um insgesamt 3 Minuten geschnitten.