Quatermain – Auf der Suche nach dem Schatz der Könige (1985)

Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Diamantenschatz des Königs Salomo wird der Archäologe Hunter von dem deutschen Militär Brockner (Herbert Lom) und dem Halsabschneider Dogati (John Rhys-Davies) entführt, um sich den Schatz unter den Nagel zu reißen. Hunters Tochter Jesse (Sharon Stone) wendet sich daraufhin an den Glücksritter Allan Quartermain (Richard Chamberlain), um ihnen zuvorzukommen.
Die turbulente Suche führt durch das unerforschte Afrika, vorbei an vielen Gefahren.

Quatermain basiert auf einer Romanvorlage aus dem Jahre 1885 mit dem Titel „König Salomons Schatzkammer“ vom Autor Sir Henry Rider Haggard. Regisseur für die Verfilmung des Romans war J. Lee Thompson, der im Jahre 2002 an einem Herzleiden verstorben ist. Er war nicht nur für Quatermain der verantwortliche Regisseur, auch bei Filmen wie: „Feuerwalze“ von 1986, „Die Schlacht um den Planet der Affen“ von 1973 und „Murphys Gesetz“ mit Charles Bronson ebenfalls von 1986 zeichnen seinen Stil aus.

In den 80er Jahren kamen so einige Titel aus dem Genre Abenteuer auf, und wurden nicht nur von den Kritikern mit dem damals schon erschienenen „Indiana Jones“ verglichen, die Meßlatte wurde sehr hoch gehangen, so dass viele andere Filmische Werke es verdammt schwer hatten, sich auf den Markt zu behaupten. Doch ein Label welches sehr bekannt war und immer noch ist, wagte den Schritt, die Rede ist von „Cannon“. Die beiden israelischen Cousins Menahem Golan und Yoram Globus produzierten allein im Jahre 1985 knappe 47 Filme, das hieß pro Woche lief ein Film im Kino an, das schaffte bis dato kein weiteres Label. Das Label Cannon war ebenfalls bekannt dafür das man an vielen Ecken und Kanten Geld sparte, sei es Effekte, Kulissen oder sogar Darsteller, doch für Quatermain haben die beiden eher geklotzt als gekleckert.

Cannon war bekannt für seine Schauspielerauswahl, so auch für die Filme Quatermain, der bekannte Schauspieler Richard Chamberlain wurde für beide Teile verpflichtet. Aber auch weitere Namen fanden ihren Platz auf der Besetzungsliste, Namen wie Sharon Stone sind da nur ein kleiner Bruchteil. Quatermain distanziert sich von einigen Punkten des Vorbildes, der Film und die Handlung nimmt sich nicht vollkommen ernst, und dient nur dem unterhalterischen Wert, und verzichtet auf Tiefgang bei den Rollen und der Hintergrundgeschichte. Quatermain braucht sich aber keineswegs hinter anderen Größen dieses Genres zu verstecken, aufwendige Kulissen, Kostüme, Effekte, und auch ansehbare Action wird hier in einem Komplettpaket dem Zuschauer angeboten und auch gerne angenommen.

Für den musikalischen Filmgenuss wurde der bekannte Komponist Jerry Goldsmith verpflichtet, zwar sind hier seine Werke nicht auf dem Level wie man es aus anderen Filmen kennt, man erkennt aber seinen Stil und die Musikstücke sind anhörbar und passend zu den jeweiligen Szenen ausgewählt. Quatermain bietet auch einen guten Humor und lustige Szenen, viele hängten dem Film an, das er nur kopiert hätte, aber in meinen Augen wirkt Quatermain bunter und frischer als andere, und das noch nach mehreren Jahrzehnten.

Quatermain gibt es auf VHS und DVD, wobei ich bei der DVD das Release vom Label „MGM“ eher empfehlen kann, Quatermain ist da ungeschnitten, das Bild und der Ton sind klarer und ansehnlicher. Beim Release vom MCP wurden sämtliche Gewaltszenen rausgenommen und auch die Actionszenen wurden dezent gekürzt. Quatermain wird auch gelegentlich im Free TV ausgestrahlt, oft im Nachmittagsprogramm in der gekürzten Version.

Fazit: Gute Unterhaltung, lustige Story und Elemente und gut ausgewählte Darsteller, auch für Actionfans ist gesorgt worden. Abseits der Blockbuster des Genres ein Must See und Must Have.

Ich gebe Quatermain 8 / 10 Punkten

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