Quicksilver (1986)

Für Jack Casey ist die Welt rundherum in bester Ordnung. Dank seiner unwiderstehlichen und frechen Art hat er sich im harten Job als Makler durchgesetzt. Ein Prototyp des jungen, erfolgreichen Geschäftsmannes. Plötzlich verlässt ihn das Glück. Die Konkurrenz trickst ihn aus, das Geld ist weg. Sogar das Ersparte seiner Eltern. Aber Jack ist ein Kämpfer. Ehrgeizig startet er eine neue Karriere. Als Fahrradbote in San Francisco.

 

QUICKSILVER war der erste Film von Regisseur Thomas Michael Donnelly. Die Karriere von Donnelly ist recht kurz, auf lediglich vier Filme schaffte er es insgesamt. Laut Aufzeichnungen war DIE KRIEGERIN von 1998 sein letzter Film.

Anfang der 80er Jahre machte sich Schauspieler Kevin Bacon durch seinen Auftritt in der Slasher-Reihe FREITAG DER 13.TE auf sich aufmerksam. Zahlreiche Angebote für weitere Rollen zumeist als Hauptrolle flatterten dem jungen Mann entgegen. So auch im Jahr 1986 für das Drama QUICKSILVER. In diesem Film mimt Kevin Bacon einen jungen, aufstrebenden und erfolgreichen Börsenmakler. Doch durch einen Fehler verliert er sein ganzes Vermögen und auch das ersparte seiner Eltern. Er zieht sich aus dem Börsengeschäft zurück. Durch ein Aufeinandertreffen mit einem Fahrradkurier, aus dem eine wilde Verfolgungsjagd mit Auto gegen Fahrrad entsteht, ist er fortan von diesem Job fasziniert. 

Jack Casey (Bacon) arbeitet fortan als Fahrradkurier und genießt sein relativ sorgenfreies Leben. Doch seine Kollegen benötigen ihn mit seinen Kenntnissen mit Geldgeschäften und dann taucht auch noch ein geheimnisvoller Mann auf, der einen Kollegen von Jack auf dem Gewissen hat.

Immer diese Radfahrer

Doch Kevin Bacon ist nicht alleine das Aushängeschild dieses Dramas. In einer weiteren Rolle, die leider nur knapp die Hälfte der Laufzeit zu sehen ist, taucht Larry Fishburne auf, ein paar Jahre später nannte sich Fishburne in Laurence um. Er mimt in QUICKSILVER einen Kollegen von Jack, der nicht nur legale Botengänge mit dem Fahrrad erledigt, immer nur mit dem Gedanken an das schnelle Geld.

In weiteren tragenden Rollen sind noch Jami Gertz, Paul Rodriguez und Rudy Ramos zu sehen.

Doch leider besitzt dieses unterhaltsame Drama einige negative Aspekte. Zum einen wechseln die Drehorte zu rapide. Ich meine damit, zuerst spielt die Geschichte in New York an der Wall Street, dann arbeitet Jack als Kurier in New York, aber es sind Straßenzüge von San Franzisko zu sehen. Auch dieser Ortwechsel passiert beim Duell gegen Laurence Fishburne. Was einem auch recht schnell auffällt, sind die wechselnden Farben der Fahrräder in den Einstellungen, erst ist es Neongrün und Rot, kurz darauf nur noch Grün. Desweiteren sind alle Räder ohne Bremsen ausgestattet, aber besitzen alle eine Mehrgangkettenschaltung, die Fahrer führen halsbrecherische Manöver aus, driften um die Kurven usw. doch wie bremsen sie? Womit denn? Werfen sie einen Anker?

Abgesehen von den paar Macken und Schwächen birgt QUICKSILVER ein gutes Unterhaltungspotenzial. Der Part einer Romanze wird nur angekratzt, in erster Linie steht der Fall und erneute Aufstieg von Jack Casey auf dem Spielplan. Dazu gesellen sich ein paar kleine Nebenplots, die den Hauptstrang recht gut stützen. Bislang ist dieses Drama in Deutschland nur auf VHS erschienen. Im Ausland ist QUICKSILVER bereits auf DVD und Blu-ray erschienen, doch leider allesamt ohne deutschen Ton. Für Kevin Bacon Fans sicherlich eine Empfehlung wert, man schaut ja gerne was manche Hollywoodstars vor ihrem großen Durchbruch alles für Rollenangebote angenommen haben.