R. Lee Ermey – Der militärische Drecksack

R. Lee Ermey – Geboren am 24.03.1944 in Emporia, Kansas, USA

Braucht man einen strammen Militärburschen, einen „Redneck“ oder einen verbitterten Menschen, dann ist Ronald Lee Ermey der erste Mann. Der ehemalige Vietnamkriegssoldat und Staff Sergant a.D. sollte nach seiner militärischen Laufbahn, welche von 1961 – 1971 ging lediglich als Berater für Coppolas „Apocalypse Now“ dienen. Nachdem er dort eine kleine Rolle hatte, studierte er Theaterwissenschaften und so langsam nahm seine Zweitkarriere Fahrt auf. 1987 dann seine große Stunde. Urspünglich nur als Berater fungierend sollte Ermey in Stanley Kubricks „Full Metal Jacket“ den eigentlichen Darsteller des Gunnery Sergant Hartmann Tim Colceri zeigen, wie man sich als Ausbilder verhält. Nachdem er Kubrick ein ungefähr 150 Seiten starkes Notizbuch mit militärischen Beleidigungen in der Ausbildung zeigte und Kubrick sah, wie er 15 Minuten lang bei einer Probe Schauspieler zusammenschrie, war es geschehen: Ermey wurde Hartmann. Und selten war ein Militärausbilder oder allgemein ein Militärmensch so grandios in einen Film dargestellt. Ermey schaffte keine Figur, er war sie. Und endete tragisch auf einer Toilette.

Danach spielte er in vielen guten Filmen mit wie z.Bsp. „Mississippi Burning“, „Body Snatchers“ oder „Sieben“. Auch im Fernsehen war er zu sehen. Wie z. Bsp in „Akte X“ oder „Geschichten aus der Gruft“. Bei 125 Film- und Fernsehauftritten ist er einer der meist Beschäftigsten. Auch seine eigenen Fernsehshows hat er in Amerika. Ermey spielt stets so, als ob ein Vulkan kurz vorm Explodieren steht. Und er verkörpert den Ur-Ami wie man ihn sich vorstellt.
Wer mehr wissen will, der sieht sich auf seiner offiziellen Homepage mal um:
www.rleeermey.com