R.O.T.O.R. – Die Killer-Maschine (1989)

Kaum gab es erfolgreiche Filme, sprangen die sogenannten Trittbrettfahrer auf und konzipierten ihren eigenen Film, um etwas von dem Kuchen des Erfolges abzubekommen. So geschehen auch bei dem Streifen R.O.T.O.R. – DIE KILLERMASCHINE aus dem Jahr 1989. Man kann dem Film eine Mischung aus ROBOCOP und TERMINATOR zusprechen, ein müder Abklatsch von erfolgreichen Ideen, die hier allerdings zu einem Charakter verschmelzen.

Verantwortlich für diesen Film ist Regisseur Cullen Blaine, er startete seine Laufbahn mit diesem Action – SciFi Streifen. Jedoch folgten keine weiteren Filme in Spielfilmlänge, jedoch machte er sich einen Namen als Storyboard Artist und ist für viele bekannte und beliebte Cartonn – Serien verantwortlich. Dazu zählen TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES, POLICE ACADEMY und SPIDER-MAN.

Auch wenn die Idee des Films recht interessant klingt, die Umsetzung der Ideen und des dreisten Diebstahl diverser Elemente ist mehr schlecht als recht gelungen. Allen voran die kurzweilige Story, die eher an einem aneinandereihen diverser Handlungszweige erinnert. Wer darauf wartet das etwas passiert, vergeht schon gut eine halbe Stunde. Doch wer gespannt ist auf satte, harte Action mit viel Geballer und eventuellen blutigen Einlagen, der wartet vergeblich. Es sind weiterhin keine Special Effects zu erkennen. Dazu gesellen sich plumbe Dialoge, die oft unsinnig sind, und lediglich dazu dienen die gezeigten Szenen zu untermalen. Auch der Score den das Ohr des Zuschauers vernimmt, ist eher unpassend, und eher nervig als fördernd. Somit dürften nur wirklich hartgesottene Trash Enthusiasten mit dem Streifen R.O.T.O.R. Etwas anfangen können. Denn auch die deutsche Synchronisation lässt so manches zu Wünschen übrig, sie verstärkt die schauspielerische Leistungen der Darsteller ins negative Licht.

Für Trash Liebhaber wird man noch mit einigermaßen erträglichen Humor versorgt. Wer bis zum Finale vor der Mattscheibe verharrt, wird noch mit einem angenehmen Finale belohnt. Eine hässliche Frau, die eher wie eine geschminkte Tunte ausschaut, allerdings mit einem guten durchtrainierten Körper, tritt gegen den ROBOCOP Abklatsch, in bester Bruce Lee Manier an. Somit ist die Laufzeit des Films nicht ganz vergebens. R.O.T.O.R. – DIE KILLERMASCHINE gibt es in Deutschland nur auf VHS in zwei verschiedenen Versionen, von zwei Labels. Die Version von HIGHLIGHT VIDEO ist zwar ungeschnitten, kann den Film aber auch nicht retten.