Rana – Hüter des blutigen Schatzes (1975)

Inhalt:

Kelly Morgan reist  20 Jahre nach einen schrecklichen Erlebnis wieder zum Shadow Lake, bei dem alles geschah. Als Kelly 11 Jahre alt war wurde er Zeuge, wie ein Monster, halb Mensch, halb Frosch, viele Leute in den Tod riss. Und alles nur, weil man nach einen Schatz suchte. Jetzt ist Kelly erwachsen und sucht selber nach diesen Schatz. Ist klar was nun folgt?

Filmisches Feedback:

Ich versuche stets bei Filmen, so unterirdisch sie auch manchmal sein mögen, etwas Positives zu finden. Und auch hier habe ich was gefunden. Aber lasst mich zunächst kurz über den Film als solches schwadronieren. „Rana“ wurde gedreht von dem  Letten Bill Rebane (bürgerlich Ito Rebane). Dieser hatte bereits vorher mit Filmen wie „Angriff der Riesenspinne“, „Monster a Go-Go“ oder „Invasion from Inner Earth“ sein Glück versucht. Auch nicht allesamt große Produktionen (obgleich man sagen muss, dass das Budget bei der „Riesenspinne“ bei 325.000 $ lag und gut 23 Millionen einspielte). Rebane ist ein Regisseur, der versucht aus null Kohle Geld zu verdienen. Und das sieht man seinen Filmen auch an. So auch diesen hier.

 Hier stimmt, rein technisch betrachtet, so gut wie gar nichts. Die Kamera tapert immer im Dunkeln umher (mit Ausnahmen von guten Landschaftsaufnahmen am Anfang und einiger Licht-und-Schattenspiele zum Ende hin), der Schnitt ist ziemlich abrupt gesetzt (vor allem das Ende kommt ziemlich schnell) und die Tricks sind auf einen unterirdischen Niveau. Selbst das eigentliche Mensch/Froschmonster (welches man auch nur kurz zum Schluss sieht) ist nicht weiter wie ein grün angemalter Taucheranzug mit ein paar Zähnen. Das Positive ist hier tatsächlich die Musik von Bruce Malm (er machte nur noch für einen weiteren Film die Musik im Jahre 1984). Teilweise liefert er hier ein schönen 70er Jahre Funk ab, die mich ein wenig an „Shaft“ erinnerte. Nur wenn der Score dramatisch wird ist er unerträglich billig.

Die Szenen die am See spielen und indem das Monster wohl umher schwimmt sind recht plump gemacht. Einfach einen Schlauch in den See legen lassen, ein wenig rein pusten und die Blasen steigen nach oben um zu zeigen, dass es ein Monster gibt. Das ist ja auch eigentlich alles soweit in Ordnung, wenn man eben weiß auf was man sich einlässt. Und hier ist die Krux des Ganzen. Man darf auf keinen Fall mit großen Erwartungen an diesen Film rangehen. Man muss wissen, dass es sich hierbei um ein ziemlich billiges Produkt der Z-Klasse handelt, der nur so von unlogischen Handlungssträngen und klischeehaften Situationen strotzt.

Die Geschichte, die in Rückblenden erzählt wird, hat alles was es schon mal gab: böse Rednecks, die nach den Schatz suchen (und gepflegt dezimiert werden), hübsche Damen in knappen Bikinis, die gerne von der Kamera eingefangen werden (auch unter Wasser), einen alten Zausel der die mystische Geschichte des Sees erzählt und stirbt, ein kleiner Bengel der schön naiv durch die Gegend läuft und zum Schluss der große Retter ist oder die Wissenschaftlerin die Pseudoerklärungen abgibt. Alles da was man so brauch. Zudem ist es erstaunlich, dass der Film 1975 gedreht wurde, aber fast die ganze Geschichte 20 Jahre vorher spielt, und die Menschen 1955 genauso aussehen wie 1975. Ach ja…ein explodierendes Haus gibt es auch und zwei, drei Goreszenen mit Ketchup.

Wenn man das alles weiß und sich drauf einlässt, dann wiederum kann der Film auch Spaß machen. Also wenn man auf Filme von Ed Wood oder Troma steht, dann ist man  hier sehr gut bedient. Troma brachte den Film übrigens 1981 wieder raus. Und damit haben sie für sich auch einen guten Fang gemacht. Denn der passt genau in deren Schema. So ist der Film was er ist: ein durchaus missglückter, aber dennoch für Fans spaßiger Versuch den „Schrecken von Amazonas“ auf billig irgendwie entgegenzukommen.