Re-Animator (1985)

Der junge Mediziner Herbert West hat ein Serum geschaffen, das totes Gewebe wieder zum Leben erwecken kann. Nach einem Zwischenfall flieht er in die USA. Dort nistet West sich bei dem Studenten Dan ein und richtet den Keller des Hauses als provisorisches Laboratorium ein, um seine Forschungen weiter betreiben zu können. Als der missgünstige Dr. Hill von dem Serum erfährt, möchte er den Ruhm für diese Entdeckung ernten. Er erpresst Herbert. Doch dieser ist nicht so einfach bereit, seine Erfindung abzugeben.

Indiziert seit dem 30. November 1989 (Lightning Video)
Deutsche DVD von Laser Paradise (Freigabe: ungeprüft)

Von Re-Animator existieren zwei Fassungen. Einmal die längere R-Rated-Fassung (103:46 Min.) und der kürzere Director’s Cut (86:03 Min.). Die deutsche Fassung basiert auf der R-Rated-Fassung, wurde allerdings für das deutsche Videorelease nochmals stark gekürzt. Die R-Rated-Fassung war nie so vom Regisseur vorgesehen. Da der Director’s Cut dem Studio mit 86:03 Minuten zu kurz erschien und für eine Kinoauswertung noch entschärft werden musste, ließ das Studio herausgeschnittene Szenen wieder in den Film integrieren. So kommt die Laufzeit von 103:46 Minuten zustande.

„Ich habe ihn nicht getötet. Ich habe ihn ins Leben zurückgeholt.“

Mitte der 80er Jahre begann eine neue Ära der Filmemacher, die Sparte der Splatterkomödien wurde sozusagen ins Leben gerufen und Re-Animator ist beinahe der Startschuss gewesen. Als Produzent fungierte Brian Yuzna, der auch bei anderen erfolgreichen Filmen als ausführender Produzent tätig war, wie unter anderem bei: C2 – Killerinsect und Warlock – Satans Sohn. Regie führte bei Re-Animator Stuart Gordon, zu seiner Filmkarriere gehören Fortress – Die Festung und Castle Freak. Hört man bei der Sounduntermalung genauer hin, vermutet man die bekannte Psycho Melodie, jedoch klingt sie nur ähnlich, sie wurde natürlich etwas abgeändert, aber Ähnlichkeiten sind vorhanden. Die Story in Re-Animator ist interessant inszeniert und flott erzählt, es wird nur wenig auf die Akteure und deren Rollen eingegangen was aber keineswegs stört, denn hier legte man mehr Wert auf Komödie und Splattereinlagen, von den man reichlich zu Gesicht bekommt. Es gibt keine nennenswerten Hänger im Plot, denn hier geht es rasant zur Sache, im wahrsten Sinne des Wortes. Re-Animator basiert auf einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft. Re-Animator hatte es von Anfang an nicht leicht, nach kurzer Zeit auf VHS folgte die Indiezierung und selbst die spätere DVD Veröffentlichung war extrem gekürzt und nur als FSK16 Version erhältlich. Die wahre UNCUT Version ist vom Label CMV, dort sind wirklich alle Szenen enthalten, das Bild von Re-Animator ist bei allen Auflagen nicht mehr das beste, aber Fans dürfen sich freuen, eine namenhafte Firma ist dran diesen Streifen mit heutiger Technik aufzuwerten und neu zu vermarkten, man kann und sollte gespannt sein. Für einen vergnüglichen Abend auf der Couch, mit Chips und Bier in geselliger Runde kann ich Re-Animator nur empfehlen. Filmspaß pur, auch für nicht Splatterfans einen Augenschmaus. Ein Klassiker mit Kultstatus schlechthin!

Ich gebe dem Film 10 / 10 Punkten (hat mehr verdient)

@ Stefan Retro