Redwing – Flucht vor den schwarzen Droiden (1984)

Inhalt:

Im Jahr 2084 kämpf auf den Minenplaneten Odessa der Junge Lorca (John Tarrant) und der Android Kid (Deep Roy) gegen den Diktator Jowitt (Ralphz Cotterill).

Filmisches Feedback:

Schuster bleib bei deinen Leisten

Immer wieder wenn Regieneulinge, die überhaupt nicht aus dem Regiegewerbe kommen, sondern aus anderen filmspezifischen Berufen, einen Film drehen, gehe ich mit gemischten Gefühlen in den Film. Manchmal kann das ganz gut funktionieren, wie z.B. der Cutter Stuart Baird mit EINSAME ENTSCHEIDUNG (1996) oder STAR TREK – NEMESIS (2002) oder es kann auch schiefgehen wie der SFX-Experte Joe Johnston bei JUMANJI (1995, ja ich finde den Film nicht sonderlich gelungen).

Roger Christian macht keinen Hehl draus was er am besten kann: ausstatten. Der Oscarpreisträger für STAR WARS (1977)  und Nominierte für ALIEN (1979)  gab hier sein zwar nicht sein Regiedebüt, aber man kann unverkennbar sehen, wo seine Prioritäten liegen: Im Zeigen was man hat und was man schaffen kann.

Was er dabei vergisst ist eine fundamentale Grundlage bei Filmen: eine interessante, spannende (und wenn es geht) auch neue Geschichte zu erzählen. Und wenn man schon sich überall Storyversatzstücke zusammenklaut, dann doch bitte gut zusammenwürfeln. Das alles hat er hier nur bedingt geschafft. Drollige 80er Jahre Variante von STAR WARS  im putzig-staubigen Ambiente der australischen Wüste. Mehr ist es nicht. Die ellenlangen Szenen im Weltraum ziehen sich dahin wie ein Hubba Bubba. Die Schauspieler sind zu recht vergessen und Christian hat sich hier keinen Gefallen getan. Wie auch im Übrigen bei seinen weiteren Filmen als Regisseur auch nicht. Wenn man BATTLEFIELD EARTH (2000) kennt weiß was ich meine. Soll er doch lieber bei seinen Scientologen bleiben. Oder am besten mit Regie machen aufhören. 
Dann doch lieber nur Ausstatter wenn es geht. Immerhin hat hier der Keyboarder von GENESIS, Tony Banks, die Filmmusik gemacht.