Abwärts (1984)

Es gab auch deutschsprachige Regisseure die damals schon den Sprung nach Hollywood schafften, so auch in diesem Fall, der Schweizer Regisseur Carl Schenkel ist einer von ihnen. Mit dem Film Abwärts war sein Weg nach Hollywood geebnet worden. Im Jahre 2003 verstarb Schenkel an einem Herzleiden in Los Angeles. Zu seinen weiteren Werken zählen Filme wie: „Kalt wie Eis“ aus dem Jahre 1981 und „Zwei Frauen“ von 1989.

Abwärts ist ein deutscher Psychothriller, der es schafft mit wenigen Mittel beim Zuschauer gewisse Angst hervor zu holen, Menschen die Angst in engen Räumen und Fahrstühlen haben, sollten vielleicht Abwärts etwas meiden. Für eventuelle Schäden wird keine Haftung übernommen. Abwärts wurde mehrfach mit Preisen für beste Regie und Kameraarbeit ausgezeichnet.

Die Story spielt hauptsächlich in einem Fahrstuhl, was die Atmosphäre und die beklemmende Dichte noch mehr verstärkt und zum Ausdruck bringt. Für die Charaktere wurden namenhaften deutsche Schauspieler auserwählt, Götz George, Hannes Jaenicke, Klaus Wennemann und Ralf Richter sind nur einige Namen von vielen. Abwärts bietet dem Zuschauer eine interessante Story, die zunehmend dichter und erdrückender wird. Alle Darsteller verkörpern Ihre Rollen ausgezeichnet, und lassen den Zuschauer mitfiebern und mitleiden. Was in Abwärts den Zuschauer auch noch beeindruckt sind die Kamerafahrten im Aufzugsschacht, die die Situation entsprechend noch mehr beängstigend darstellt.

Kleines Manko ist in meinen Augen die Erotikszene zwischen den Charakteren Monika und Pit, sie bremst die Spannung etwas aus, und wirkt etwas unpassend zur Story. Auch gibt es hier und da ein paar langweilige Dialoge, die aber der Spannungskurve keinen Abbruch tun, sie dienen dazu mehr über die Situation und den Stand der Dinge dem Zuschauer näher zu bringen! Das Finale reißt vieles wieder raus und bringt sogar noch eine kleine Message mit sich, das Geld alleine nicht immer das ist was einen weiterbringt.

Abwärts gibt es auf VHS und DVD, und hat eine Freigabe von 16 erhalten, die auch vollkommen in Ordnung ist.

Fazit: Für Fans von Fahrstühlen und deren Geschichten ist Abwärts ein Pflichtfilm. Auch Fans von deutschen Produktionen sollten hier mal einen Blick drauf werfen. Abwärts ist ein gutes Beispiel dafür das deutsche Filme mit einem kleinen Budget sich nicht hinter großen Hollywood – Produktionen verstecken müssen und sollten!

 

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