Bordello of Blood (1996)

Rock’n’Roll-TV-Evangelist Current betreibt nebenher ein florierendes Bordell, dessen Madame die blutsaugende Vampirin Lilith ist. Genau dorthin verschlägt es Privatdetektiv Guttman, der den verschollenen Bruder seiner Klientin Katherine sucht. Schnell findet Guttman heraus, daß sich die Mädels des Etablissements vom Blut ihrer Freier ernähren und er beschließt, dem Treiben der Untoten ein Ende zu setzen…

Wer die erfolgreiche TV – Serie „Die Geschichten aus der Gruft“ kennt, der kommt an den zwei Spin – Offs nicht vorbei. Bordello of Blood ist der zweite Spielfilm aus der Serie, er entstand im Jahr 1996 unter der Regie von Gilbert Adler, zu seinen weiteren Werken zählen diverse TV – Serien, sei es „Fantasy Island“ und „Charmed – Zauberhafte Schwestern“, aber auch den ersten Spielfilm aus der TV – Serie „Geschichten aus der Gruft“ entstand unter seinen Anweisungen, der Titel lautet: „Ritter der Dämonen“ und entstand nur ein Jahr zuvor.

Für den Streifen Bordello of Blood wurden ein paar bekannte Schauspieler verpflichtet, die meist eher im B – Movie Bereich tätig sind oder auch aus diversen Serien auf den Bildschirm auftauchten. Hierzu zählt zum einen die Blondine Erika Eleniak, sie kennt man zumeist eher im roten Badeanzug und mit einer kleinen Rettungsboje in der Hand, die Rede ist von der Serie „Baywatch“. An ihrer Seite taucht der Kinderstar Corey Feldman auf, er konnte als Kind große Erfolge mit „Stand by me“ aus dem Jahr 1986 und „Die Goonies“ von 1985 verbuchen, doch nach diversen Filmen rutschte er eher in den B – Movie Bereich und kam nur schwer wieder empor in die Oberliga.

Bordello of Blood ist eine Mischung aus Horror, Komödie und Splatter, sehr angelegt an die TV – Serie, doch ihm unterscheiden diverse Dinge. Zum einen wäre da der Spannungsaufbau, der lässt an diversen Stellen doch sehr zu wünschen übrig, in den ersten 10 Minuten bekommt der Zuschauer das Gefühl das es sich um einen echten Hit handeln könnte, man bekommt sehr schnell den Eindruck als wenn man sich in einem Abenteuerfilm wiederfindet, man begleitet einen Trupp Räuber, Söldner auf den Weg zu einem verborgenen Schatz, und nachdem sie ihn gefunden haben, nimmt das Böse das wieder geweckt wurde seinen Lauf und dezimiert die Truppe nach und nach. Doch schon nach diesen Szenen nimmt der Spannungsaufbau sehr ab, und plätschert nur so desorientiert vor sich hin.

Die Story an sich ist nicht schlecht, doch die Umsetzung wurde von Schlamperei durchzogen und zieht ihn so sehr nach unten. Doch für die Zuschauer die Geduld beweisen und den Streifen länger betrachten, werden mit ein paar kleinen netten ansehnlichen Splattereinlagen belohnt, auch wenn diese nicht sonderlich hart anzuschauen sind, sind sie gekonnt mit Hilfe von Effekten umgesetzt worden. Schauspielerisch sollte man von vornherein keine riesen Erwartungen hegen, denn die Schauspieler agieren auf mittleren Level und können in ihren Rollen nur wenig Überzeugung an den Zuschauer übermitteln. Die Sets und Ausstattungen und Schauplätze von Bordello of Blood sind aufwendig und detailreich in Szene gesetzt worden, doch sie können lediglich die Atmosphäre etwas stützen aber nicht den Film an sich selbst.

Bordello of Blood war bei den Massen der Zuschauer eher kein Erfolg an den Kassen, schon der erste Spielfilm „Ritter der Dämonen“ hatte nur wenig Erfolg und somit hatte der zweite Teil es relativ schwer bei den Zuschauern und konnte leider noch weniger überzeugen und wirken. Dennoch genießt der Film bei vielen einen gewissen Kultstatus und hat seine Fans, dies wird wohl eher auch der Grundidee von „Geschichten aus der Gruft“ liegen, denn filmisch gesehen ist er eher schlecht als recht, aber dies liegt auch im Auge des Betrachters, manche schreiben dem Film einen Hauch von Trash zu, dies kann ich gewissermaßen bestätigen, da die Sprüche und Dialoge etwas sinnlos sind, und gut in einen Trashstreifen passen würden.

Bordello of Blood gibt es auf VHS und DVD, doch bei diesem Film ist Vorsicht geboten, denn es gibt auf VHS sowie auch auf DVD so einige Bootlegs, die ihr Geld keineswegs gerecht sind, das Bild ist oft sehr schwammig und der Ton sehr dumpf. Die Auflage vom Label „cmv laservision“ kann ich empfehlen, die ist ungeschnitten und vom Bild und Ton sehr sauber und deutlich, doch mittlerweile nicht mehr für den kleinen Geldbeutel zu bekommen.

Wer auf kurzweilige Unterhaltung mit ein wenig Splatter und Erotik in Form von nackten Brüsten und viel Haut steht, der sollte sich, sofern er diesen Streifen noch nicht kennt und sein eigen nennt diesen Film besorgen und ihn sich in Ruhe anschauen und sich berieseln lassen. Auch für Nichtkenner der Serie ist dieser Streifen verständlich und ist eigenständig.

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