Brennende Rache

Brennende Rache steht weit im Schatten der Filmreihe „Freitag der 13te“, auch wenn vieles vielleicht 1:1 kopiert wirkt, so hebt sich Brennende Rache doch etwas ab. Man sollte auch erwähnen das das Drehbuch zum Film lange vor Freitag der 13te schon fertig gestellt war, zumindest wird diese Meldung überall verbreitet, ob ein Funken Wahrheit dran ist, kann man leider nur schwer belegen.

Brennende Rache ist ein Horror – Film aus dem Jahr 1981 unter der Regie von Tony Maylam, der auch für die Filme „Bei Nacht und Nebel“ von 1979 und „Die Morde der Dorian Gray“ von 1983 verantwortlich war. Für die Special Effekte wurde kein geringerer als Tom Savini mit ins Boot geholt, und er tobte sich mal wieder so richtig aus und präsentierte dem Zuschauer sein vollstes Können und Ideen.

Auch wenn Brennende Rache die typischen Klischees aus dem Genre beinhaltet, wie junge Menschen auf einem Urlaubstrip, die Einöde im Wald, abseits der Stadt, einen maskierten Mörder, der seine Opfer erst lange beobachtet bevor er zuschlägt und vieles mehr, kann Brennende Rache doch den Zuschauer sehr gut fesseln. Die Atmosphäre ist an vielen Stellen so dicht, als könne man sie mit einem Messer förmlich zerschneiden. Oft bekommt man das Gefühl das der Killer gleich zuschlägt und dann passiert in der Hinsicht doch nichts. Oder man spürt irgendwie immer dass der Killer ganz in der Nähe ist und alle beobachtet, auch wenn man ihn nicht viel sieht!

Brennende Rache fängt ruhig an und gewährt dem Zuschauer ein wenig Zeit die einzelnen Charaktere näher kennen zu lernen, dies weckt vor allem die Neugier im Menschen. Doch nach gut 40 Minuten fängt die Sache so richtig heiß zu werden und die Handlung geht seinen geplanten Verlauf, die Morde beginnen. Auch was die Morde angeht wurde hier auf Abwechslung geachtet, sei es mal mit einer Schere die Kehle durchschneiden oder die Axt die sich durch den Schädel schlägt, hier bekommt der Splatter Fan so einiges geboten und dann noch vom Großmeister der Effekte! Und die Kameraeinstellungen zu den Morden, weckt die Sensationslust des Zuschauers, denn sie hält lange drauf, wo andere schon längst eine andere Einstellung setzen oder sogar die Kamera vom Geschehen abziehen, in Brennende Rache aber nicht.

Fast alle Darsteller in Brennende Rache sind bis dato eher unbekannt, doch sie machten ihre Arbeit sehr real und überzeugend, man bekommt das Gefühl das die Darsteller ihre Rollen wirklich leben und erleben. Jedoch können Serien – Fans ein sehr bekanntes Gesicht in jungen Jahren entdecken, die Rede ist vom Schauspieler Jason Alexander, ihn dürften viele später in der Sitcom „Seinfeld“ als George Constanza kennen.

Auch birgt der Film einen netten Abschluss wenn man den Killer mal demaskiert erleben darf, ich sage nur „KLASSE“. Brennende Rache wurde im Jahr 1983 auf den Index geschoben und 1987 wurde er sogar Bundesweit Beschlagnahmt. Den Streifen gibt es auf VHS und DVD, aber Vorsicht, wer ungeschnittenen Filmgenuss erleben möchte, sollte sich die DVD vom Label „Dragon“ und „Retrofilm“ besorgen, alle anderen Versionen sind teilweise drastisch gekürzt worden, besonders die Kanuszene fiel der Schere zum Opfer. Die Schnittversionen von der VHS von „Cannon Screen“ und „Thorn Emi“ sind identisch.

Fazit: Stimmiger, fesselnder Horror  – Splatter Streifen. Drückende Atmosphäre und Hinreißende Effekte. Für Splatterfans ein Must Have und Must See! Schade das Brennende Rache so unbekannt ist, denn er muss sich hinter Freitag der 13te definitiv nicht verstecken.

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