Cage Fighter (1989)

Bei einer Schlägerei werden zwielichtige Boxpromoter auf den Vietnam-Kämpfer BILLY aufmerksam. Er streckt gleich acht Gegner aufeinmal nieder.
Um seinem Freund und Lebensretter SCOTT aus dessen finanziellen Schwierigkeiten zu helfen, überreden sie BILLY als Cage Fighter zu kämpfen.

Cage Fighter, der Name ist hier nicht nur Schall und Rauch, nein, es steckt sogar noch viel mehr dahinter. Diesen Film kann man nicht nur als B – Action Movie einordnen, man kann ihm auch ein wenig Drama anhängen. Regisseur von Cage Fighter war Lang Elliott, der auch die spätere Fortsetzung vom Film drehte, und diese laut Gerüchten heftig in den Sand setzte, dazu kann ich nichts sagen, ich habe den zweiten Teil nicht in meiner Sammlung! Mehr bietet die Filmographie von Elliott auch nicht, bis noch auf einen Kurzfilm.

Anders sieht es da bei den Schauspielern aus, in den Hauptrollen sind Reb Brown und Luo Ferrigno zu sehen, Brown kennt man aus weiteren unzähligen B – Movies im Action Genre, sei es „Space Mutiny“, „Einer gegen das Imperium“ oder „Cobra Force“. Lou Ferrigno seine Filmkarriere verlief nicht so rosig, und bis auf den bekannten „Hulk“ und hier und da mal ein paar Serienauftritte kann er kaum was vorweisen. Dennoch muss man ihm zugestehen dass er in Cage Fighter eine klasse Rolle ablieferte. Denn einen geistig zurück gebliebenen zu spielen ist nicht sehr einfach! In weiteren Rollen ist auch ein sehr bekanntes Gesicht zu entdecken, die Rede ist von Al Leong, dieses markante Gesicht erkennt man sofort wieder, man sah es auch in „Stirb Langsam“, „Action Jackson“ und zig weitere namhafte Titel. Und wer noch genau hinschaut, der wird Danny Trejo im Hintergrund des Öfteren entdecken, er spielte einen Bodyguard, aber wird nicht in den Credits aufgeführt.

Cage Fighter bietet aber mehr als nur simple Fights im Käfig, hier geht es auch viel um Freundschaft, eine tiefe Freundschaft, das man sich für seinen Freund aufopfert, egal worum es geht. Hinzu kommen noch die schmerzhaften Erfahrungen von Verlusten von Personen die einem ans Herz gewachsen sind. Dies ist eher der Dramatische Teil des Films, was aber nicht die meiste Spielzeit einnimmt. Die Action, sei es die Anfangssequenz die in Vietnam spielt, ist sehr ansehnlich und ansprechend für einen B – Movie, die späteren Kämpfe sind teilweise etwas unchoreographiert aber passen stimmig zum Thema der illegalen Kämpfe in einem Käfig! Hier und da ein wenig Blut, nicht zu wenig und nicht zu viel, die Dosierung ist gut gelungen.

An manchen Stellen kommt ein wenig Humor zum Vorschein, sei es an Dialogen oder auch Szenen, manchmal muss man schon etwas Durchhaltevermögen haben, wenn man Bilder nach dem Krieg in einer Reha sieht und dazu einen völlig unpassenden Song, aber nun gut, das man da ins Schmunzeln gerät, war vielleicht auch völlige Absicht der Filmemacher! Die Story in Cage Fighter ähnelt zwar sehr vielen anderen Streifen aus der Kategorie, aber einen guten Unterhaltungswert bietet der Streifen allemal. Hier und da gibt es ein paar Längen, die aber kaum ins Gewicht fallen, man hätte vielleicht ein paar Passagen etwas kürzer machen können, aber nun gut die 100 Minuten Spielzeit vergehen dennoch wie im Fluge.

Cage Fighter gibt es in Deutschland nur auf VHS vom Label „Ascot“ mit zwei verschiedenen Cover – Motiven, die Auflage hat eine Freigabe von 18 erhalten und ist hierzulande um etwa 1,5 Minuten geschnitten worden, lediglich die Auflage auf Laserdisc ist vollkommen ungeschnitten. Aber die Schnitte sind meistens kaum zu spüren, hier und da mal eine kleine Szene die etwas kürzer dargestellt wird.

Fazit: Netter B – Movie für zwischendurch. Kurzweilige ansprechende Unterhaltung mit mittelmäßigen Darstellern. Action und Humor befinden sich auch im mittleren Level.

Ich gebe Cage Fighter 8 / 10 Punkten

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