Caveman – Der aus der Höhle kam (1981)

Vor einer Million Jahren oder so: Höhlenmensch Atouk (Ringo Starr) ist bei seinem Stamm nicht allzu angesehen, denn im Vergleich zu seinem Chef Tonda (John Matuszak) ist er ein Schwächling, weswegen auch die von ihm angehimmelte Lana (Barbara Bach) ihn zwar recht niedlich findet, aber nicht ranlassen will. Schließlich wird der Tolpatsch verstoßen und gründet mit seinen Freunden Lar (Dennis Quaid) und Tara (Shelley Long) ein eigenes Grüppchen. Nebenbei machen sie so nützliche Erfindungen und Entdeckungen wie Feuer, Musik, Schlafmittel und Panzerungen, wenn man sich nicht gerade gegen die zwei gefräßigen, wenn auch nicht sehr schlauen Dinosaurier wehren muß, die in der Nähe wohnen. Und dass Tara auf ihn abfährt, merkt Atouk auch beinahe zu spät…

Caveman – Der aus der Höhle kam ist eine Komödie aus dem Jahre 1981 unter der Regie von Carl Gottlieb, der auch beim Drehbuch für den Weißen Hai mitwirkte. Gottlieb drehte hier und da ein paar Episoden von TV – Serien und Caveman war sein Filmdebut. Für die Hauptrollen in Caveman wurden Namen wie Barbara Bach, Dennis Quaid und Ringo Starr engagiert, der Film kam zeitgleich mit dem Film „Am Anfang war das Feuer“ in die Kinos, doch Caveman behandelt das Thema Steinzeit auf eine komödiantische Art und Weise. Barbara Bach kennt man noch als Bond – Girl in „Der Spion der mich liebte“ von 1977 und auch aus „Der Supertyp“ an der Seite von Adriano Celentano und diversen anderen Streifen, man kann ruhig noch erwähnen das sie sich bei den Dreharbeiten zu Caveman in Ringo Star verliebte und sie diesen auch später heiratete.

Wo wir auch schon beim nächsten Schauspieler wären: Ringo Starr, der Ex-Beatle Schlagzeuger bewies schon des öfteren das er auch schauspielerisches Talent besitzt. Zu sehen ist er auch in „Alice im Wunderland“ von 1985 als The Mock Turtle, „Blindman – Der Vollstrecker“ von 1971 und diversen anderen Filmen. Doch in Caveman bewies er auch seinen Humor und seine Ausdrucksstärke mithilfe von Gesten und Mimiken. Dennis Quaid ist hier noch in jungen Jahren zu sehen, ein paar Jahre nach Caveman erlebte man ihn in Miniaturformat in „Die Reise ins Ich“ von 1987, oder aber auch als „Enemy Mine – Geliebter Feind“ von 1985 ist auch ein Klassiker mit ihm. Und noch zu erwähnen sein Shelley Long, sie kennt man noch aus: Die Brady Familie, und hier in Caveman in einem knappen Fell – Kostüm.

Was einem bei Caveman sofort auffällt, das dieser Film eigentlich komplett ohne Sprache auskommt, die Fantasy – Sprache in dem Film ist dennoch so ausdrucksstark das der Zuschauer sofort weiß was die Darsteller meinen und wollen. Auch wenn es mehr Grunzlaute sind, oder abgehackte wirre Silben wie „Ool“ bedeutet zum Beispiel Essen, „Alonda“ ist Liebe, „Zuck Zuck“ war der Begriff für Sex und unter dem Wort „Macha“ verstehen die Neandertaler Monster und den Begriff „Caca“ braucht man wohl nicht genauer erläutern!

Die Effekte was die netten Glubschäugigen Monster angeht wurden in der bekannten Stop – Motion Technik auf die Leinwand gezaubert, hier war von Roy Arbogast der auch schon für den Film „Christine“ verantwortlich war und David Allen der bevor er bei Caveman aktiv wurde, bereits bei „Als die Dinosaurier die Welt beherrschten“ im Einsatz war. Das Einszeitmonster in Caveman ist eine Anlehnung an das weißpelzige Monster aus „Das Imperium schlägt zurück“ und wurde von Richard Moll gespielt, den kennt man auch aus diversen Filmen und auch Serien wie „Harrys wundersames Strafgericht“.

Die Sets und Kostüme sind entsprechend dem Szenario und der Ära gestaltet worden und wirken überzeugend. Die Frauen rennen in knappen Fell – Kostümen herum und versprühen einen minimalen hauch von Erotik. Caveman bietet amüsante Unterhaltung für Groß und Klein, auch wenn manches ein wenig übertrieben wirkt, so ist dies auch beabsichtigt, ein Klamauk der sich sehen lassen kann! Sei es der aufrechte Gang durch einen eingerenkten Wirbel, oder die Entstehung des Feuers, alles ist auf seine Art etwas ins lächerliche, übertriebene gezogen worden aber kann den Zuschauer sehr gut unterhalten.

Caveman gibt es auf VHS,DVD und Blu Ray, und die DVD von MGM kann überzeugen, das Bild und der Ton sind klar und deutlich und wirken nicht alt wie man es denken könnte, denn Caveman ist mittlerweile schon über 30 Jahre alt! Leider gibt es Caveman zu selten im TV zu sehen.

Fazit: Wer auf Klamauk steht und sich mal in die Vergangenheit zurückversetzen lassen möchte, sollte sich Caveman besorgen und anschauen. Für alle anderen ein netter Spaß zwischendurch, ein kleiner aber feiner Klassiker.

Ich gebe Caveman 9 / 10 Punkten