Cybertech P.D. (1996)

USA 2008: Auf der Jagd nach dem Drogenboss Matthews lernt der hartgesottene Cop Chase den Cybersex-Filmstar Pamela Travis kennen. Als Chase Matthews immer näher kommt, läßt dieser Pamela entführen. Das gefällt Chase überhaupt nicht: In einer Cyberspace-Kriegssimulation wird er zum gnadenlosen Killer.

Cybertech P.D. ist ein Action – SciFi Mix aus dem Jahr 1996, unter der Regieleitung von Rick King. King bescherte uns schon Jahre zuvor Filme wie „The Killing Time“ von 1987 und „Quick – Die Kopfgeldjägerin“ von 1993. Cybertech P.D. befasst sich mit dem Thema Menschen und Klonen. Hier allerdings weitläufig zum sexuellen Vergnügen der Menschheit. Wenn man an Stars nicht herankommt, so kann man sich einen Klon besorgen und so seine sexuellen Fantasien ausleben lassen.

Wir schreiben das Jahr 2008 und Bobby Chase, ein Cop verlor Jahre zuvor in den Kartellkriegen sein Augenlicht. Doch mit Hilfe modernster Technik hat er ein neues Augenlicht bekommen, mit denen er sogar Nachts sehen kann. Ein Star der virtuellen Welt, ist Pamela Travis, sie hatte für einen Film eine Liebesszene gedreht und windige Geschäftsleute nutzen dies um Cybersex mit ihr anzubieten. Pamela wird verfolgt und wird somit von Bobby und seinem Partner beschützt. Die beiden können sich nicht ausstehen und ecken an vielen Punkten aneinander an. Schon nach kurzer Zeit wird im heimischen Wohnzimmer von Pamela eine Leiche aufgefunden. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem Mörder und den Hintermännern von der virtuellen Welt.

Die Story klingt interessant, und bietet ein solides Grundgerüst, doch King und die Darsteller nutzten dieses Potenzial leider zu wenig aus. Brisant ist das Thema von Klonen der Menschen allemal, doch SciFi Elemente die zu dieser Thematik gehören, vermisst man im Film Cybertech P.D. doch sehr. Ein paar Computeranimationen und Darstellungen sind etwas zu wenig, vielleicht lag es auch am Budget?! Für die Rolle des Cops Bobby wurde der Schauspieler Lorenzo Lamas engagiert, der langhaarige B – Actionstar konnte schon sein Können in „Gladiator Cop“ von 1994, „Snake Eater“ von 1989 und in der TV – Serie „Renegade“ unter Beweis stellen.

Doch Cybertech P.D. zählt wohl eher zu seinen schwächsten Filmen in seiner Laufbahn. Seine Darstellung wirkt plump und lieblos, er kann nicht überzeugen und wirkt als wenn er ein Schauspielneuling wäre.

An seiner Seite ist Kari Wuhrer, in Cybertech P.D. zeigt sie eindrucksvoll dem Zuschauer was sie so zu bieten hat. Auch sie kann einiges an Filmerfahrung aufbieten, „Anaconda“ von 1997, „Thinner – Der Fluch“ aus 1996 und „Heißer Asphalt“ von 1994 und unzählige TV – Serien Rollen und Auftritte.

Die Spannungskurve in Cybertech P.D. hält sich etwas bedeckt und zerrt nicht gerade an den Nerven der Zuschauer. Die Story weist auch ein paar Logikfehler auf, die der Story nicht gerade gut tun. Die Rückblicke von King auf die Kartellkriege sind eine willkommene Abwechslung, und der Zuschauer erfährt dadurch etwas über die Vergangenheit von Bobby und den Kämpfern aus dem Krieg. Technisch gesehen, kann Cybertech P.D. auch Actionmässig nicht sonderlich viel bieten, zwar ist Lamas in gewohnter Darstellung in den Fights zu sehen, doch sie sind eher einfallslos und langweilig inszeniert worden. Hier hätte ein wenig mehr Härte und vor allem Dauer der Fights dem Film sehr gut getan und ihn so mehr in den Actionbereich gezogen.

Auch die FX Effekte sind wenn man das Entstehungsjahr von Cybertech P.D. anschaut doch sehr mager ausgefallen, hier war doch schon mehr möglich. Cybertech P.D. hat in Deutschland eine Freigabe von 18 erhalten und ist ungekürzt, wieso er aber eine so hohe Freigabe erhielt kann ich nicht ganz nachvollziehen, da die darstellerische Gewalt doch sehr mager und kaum zu sehen ist.

Der Zuschauer könnte auch denken das es sich bei Cybertech P.D. um einen Pilotfilm für eine Serie handelt, denn meist sind diese eher ruhig und sinnig um die Zuschauer neugierig zu machen. Den Film gibt es in Deutschland nur auf VHS, und ist eher was für eingefleischte Lamas Fans, andere dürften sich relativ schnell langweilen.

Ich gebe Cybertech P.D. 4 / 10 Cyberbrillen