Cyborg Warriors (1993)

In der Zukunft beherrschen bestialische Computerwesen die Erde. Sie ernähren sich von Menschenblut. Die junge Kämpferin Nea (Kathy Long) will die Menschheit von den Killern befreien. Gemeinsam mit dem Cyborg Gabriel (Kris Kristofferson) nimmt sie den Kampf auf.

Cyborgs waren ein beliebtes Thema in den 80er und 90er Jahren gewesen, und auch heute noch wird dieses Thema ausgiebig in Filmen auseinander genommen und dargestellt. Viele dieser Cyborgstreifen sind bis dato der breiten Masse sehr unbekannt, dies liegt wohl an der Menge solcher Streifen und das es viele Perlen aus diesem Bereich nur auf VHS im Handel erhältlich waren. Regisseur von Cyborg Warriors war der bekannte Trash – Meister Albert Pyun. Seine Filmreihe „Nemesis“ die es auf Vier Teile schaffte ist sein bekanntestes Werk unter seiner Filmographie. Nicht zu vergessen auch der Streifen „Cyborg“ mit Jean Claude van Damme. Aber auch Titel wie „Kickboxer IV“, „Planet des Grauens“ und „Omega Doom“ reihen sich gut ein. Pyun wirkte mit vielen bekannten Schauspielern, unter anderem Charlie Sheen, Rutger Hauer und diversen anderen.

Für Cyborg Warriors standen Kris Kristofferson und Lance Henriksen vor der Kamera und an ihrer Seite stand Kathy Long. Alle drei hatten zuvor und nach Cyborg Warriors noch diverse Rollen in vielen Filmen. Kristofferson erlebt man hier nicht als „Rubber Duck“ sondern diesmal als Cyborg der nur ein Jahr Lebensdauer hat. Kathy Long trifft auf ihn und wird von ihm in Sachen Cyborg Vernichtung unterrichtet und eingewiesen, um Widersacher wie Henriksen zur Strecke zu bringen.

Storytechnisch bietet Cyborg Warriors das altbekannte und altbewährte Muster, Cyborgs haben die Macht über die Menschen, die in einer Art Endzeit leben und sich wieder zurück entwickelt haben wie in der Steinzeit. Alles ist zerstört und die Menschen kämpfen ums Überleben! Doch die Umsetzung dieser Thematik ist sehr eindrucksvoll gelungen, auch wenn die Sets nur aus Wüstenlandschaften bestehen, aber wer weiß schon was noch alles wirklich nach einer Zerstörung der Erde noch steht und vorhanden ist? Im ersten Drittel des Streifens wird sehr viel geredet und die deutsche Synchronisation ist leider auch in diesem Fall nicht die beste, schwachsinnige Aussagen und Kommentare sind hier in der Überzahl vorhanden, und verhelfen den Zuschauer zu einigen Schmunzler. Die deutsche Synchronisation ist vor allem bei der Stimmenauswahl sehr gewöhnungsbedürftig, manche Stimmen passen überhaupt nicht zu den Charakteren und wirken daher auch etwas lustlos und primitiv.

Aufgelockert wird die doch manchmal zähe Story vor allem durch die Trainingsszenen die man zu sehen bekommt, auch wenn diese schon tausendmal in anderen Filmen gezeigt wurde. In anderen Filmen von Pyun sind die Kämpfe schlecht choreographiert, doch hier ist es anders, alles sieht sauber und flüssig aus und macht einen guten Eindruck.

Alle Darsteller liefern auch gute Leistungen ab, auch wenn man Kristofferson schon in besseren Rollen gesehen hat, zum Ende des Streifens gibt es auch noch eine Szene beim Kämpfen, die bestimmt den einen oder anderen Lacher hervorbringt.  Somit kann man dem Film einen Hauch Trash zusprechen, und der Unterhaltungswert ist relativ hoch. Dieser Film ist mehr nur als nur für zwischendurch.

Cyborg Warriors gibt es in Deutschland nur auf VHS und die Version vom Label „UFA“ hat eine Freigabe von 16 und ist leider nur gekürzt bei uns erschienen.

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