Des Teufels Saat (1977)

Der Computer Proteus ist der Höhepunkt im Schaffen des Wissenschaftlers Alex Harris (Fritz Weaver), ein Prototyp für künstliche Intelligenz. Doch die Maschine entwickelt parallel zum Wachstum seiner Fähigkeiten ein eigenes Bewußtsein und plant, Nachkommen zu haben. Zu diesem Zweck beginnt er, Harris Frau Susan (Julie Christie) zu terrorisieren und von der Außenwelt abzuriegeln. Schließlich gipfelt der Terror in einer Vergewaltigung mit anschließender Schwangerschaft…

Wenn Filmfans den Namen Fritz Weaver hören und lesen, dann werden die meisten sehr hellhörig und aufmerksam. Doch nicht nur Weaver war beteiligt am Streifen Des Teufels Saat. Regisseur von diesem doch sehr nachdenklichen Horrorfilms war Donald Cammell, der sich im Jahr 1996 durch Erschießung das Leben nahm. Zu seinen Werken zählt vor allem noch der Film „Das Auge des Killers“ (Review folgt noch) aus dem Jahr 1987.

Des Teufels Saat ist 1977 entstanden, und hat im gewissen Sinne nichts eingebüsst, denn das behandelte Thema ist heutzutage immer noch sehr aktuell und regt zum nachdenken an. Die Thematik das Maschinen irgendwann die Macht über die Menschen an sich reißen, wurde später noch dutzende Male aufgegriffen und birgt viel Futter für Regisseure und Drehbuchautoren, um mal ein sehr bekanntes und beliebtes Beispiel zu nennen „Terminator“.

Für den Film des Teufels Saat wurden namhafte Schauspieler engagiert, die diesem Film sehr viel Atmosphäre und Spannung bereiten, die ohne Probleme auf den Zuschauer übergeht und ihn an den Stuhl fesselt. Weaver ist hier wieder in einer Glanzrolle zu sehen, in des Teufels Saat beweißt er eindrucksvoll wo seine Schauspielerischen Talente liegen. Wer von Weaver noch nicht genug hat, sollte sich noch „King Kobra“ aus dem Jahr 1981 anschauen. Auch in diversen TV – Serien ist Weaver präsent gewesen, sei es „Love Boat“, „Magnum“ und „Falcon Crest“. An seiner Seite die damals noch sehr junge Julie Christie, auch sie präsentiert dem Zuschauer in des Teufels Saat ihr Können und haucht ihrer Rolle die nötige Furcht und Ehrfurcht ein. Ihre Rolle erwacht zum Leben und der Zuschauer ist mittendrin. Auch sie kann einige weitere bekannte Filmproduktionen vorweisen, so konnte man sie noch in „Dragonheart“ von 1996 und „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ aus dem Jahr 1973 erleben. In des Teufels Saat ist Christie des Öfteren in knappen Outfits oder sogar hüllenlos zu sehen, vielleicht war dies ein Anliegen des Regisseurs um den Film ein Hauch Erotik einflössen.

Der Film des Teufels Saat baut eine sehr dichte Atmosphäre auf, und die Spannungskurve wird konsequent angezogen und auf einem hohen Level gehalten. Der Zuschauer durchlebt mit den Charakteren das Schauermärchen von der Übernahme der Maschinen. Zwar gibt es hier eine kleine Logikschwäche, ein Computer befruchtet eine Frau und ein Baby kommt innerhalb weniger Tage auf die Welt und der Computer lebt im Baby weiter, aber darüber kann und sollte man getrost hinwegsehen, der Unterhaltungswert wird dadurch nicht getrübt. Dieser Ansatz dient gut dazu, sich Gedanken zu machen, dass man nicht alles den Maschinen und Computern überlassen sollte, der Mensch sollte die Oberhand behalten, damit alle den richtigen Weg gehen und keiner durchdreht und macht was er will.

In des Teufels Saat werden die Zuschauer gut an die Rollen und deren Leben herangeführt und man bekommt sehr viele Infos über deren Ansichten und Streben. Die Idee des computergesteuerten Hauses ist heute nichts Neues mehr, doch in den 70er Jahren war dies noch ein Wunschdenken vieler Menschen. Alleine diese verschiedenen Aspekte verhelfen dem Film des Teufels Saat zu einem sehr hohen Wiedersehenswert und erzeugen vielleicht bei einigen ein flaues Gefühl im Bauch. Der Streifen kommt wunderbar ohne Blut aus, hier wurde mehr auf die psychischen Effekte eingegangen und bewusst eingesetzt. Die Kameraführung ist ruhig und sinnig, und lässt dem Zuschauer entspannt sich diesen Film ansehen und genießen.

Des Teufels Saat wurde in Deutschland auf VHS und DVD veröffentlicht und hat eine Freigabe von 16 bekommen. Hin und wieder wird des Teufels Saat auch im Free TV ausgestrahlt. Wer diesen Film noch nicht kennt, sollte dies nachholen, und er wird nicht enttäuscht sein.

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