Die Farbe des Geldes (1986)

Eddie Falson (Paul Newman) ist immer noch ein hervorragender Pool-Spieler (siehe: Haie der Großstadt), doch er kommt langsam in die Jahre. Als er eines Tages den jungen, charismatischen Pool-Spieler Vincent (Tom Cruise) kennenlernt, sieht er in ihm eine jüngere Version seiner selbst. Er organisiert mit Vincent und dessen Freundin eine Tour durch die Pool-Hallen der USA, doch Vincent ist zu überzeugt von sich selbst und gibt zu schnell sein Talent preis. Das kostet das Trio Geld und bringt jede Menge Ärger.

Es gab ja schon so einige Sportfilme in den 80er und 90er Jahren, doch es gibt kaum welche die sich mit dem Sport: „Billard“ befassen. Nun dies mag daran liegen dass dies kein Allerweltssport ist, und eher nicht so für die breite Masse zur Unterhaltung dient. Doch was ein brisantes, prickelndes Billard – Spiel so ausmacht, hat Regisseur Martin Scorsese hier in Die Farbe des Geldes wunderbar eingefangen. Schliesslich kennt man von Scorsese auch Werke wie: „Kap der Angst“ mit Robert De Niro und „Taxi Driver“ ebenfalls mit De Niro.

Daher ist es auch nicht verwunderlich das er sich für die Farbe des Geldes auch zwei Starschauspieler für die Hauptrollen an Land gezogen hat. Die Rede ist von Tom Cruise und Paul Newman. Beides hervorragende Schauspieler mit verschiedenen Qualitäten. Tom Cruise erlebte man später noch in „Top Gun“ und „Cocktail“ und Paul Newman in „The Bronx“ und „Das fliegende Auge“. Auch hat Scorsese mit seinem Stammkameramann namens Michael Ballhaus zusammen gearbeitet, was man an der Perfektion und dem Hang für Kleinigkeiten ansieht, sei es das sich die Schauspieler in den Kugeln spiegeln, das Licht und der Rauch von den Zigaretten in den Billardsalon und vieles mehr, es sind zwar nur Kleinigkeiten die aber für das Gesamtbild eines Films sehr viel ausmachen! Den Rest erledigte die Cutterin Thelma Schoonmaker, die ebenfalls schon des Öfteren mit Scorsese zusammen gearbeitet hatte.

Die Schauspieler wirken sehr überzeugend, sei es Newman, der alte Hollywood – Haudegen, der auch für diese Rolle einen Oscar bekam, und die beiden Jungdarsteller Cruise und Mastratonio stehen ihm in nichts nach. Die beiden versprühen einen jungen Charme und stützen so Newman bei seiner Rolle und Darstellung. Optisch macht die Farbe des Geldes auch sehr viel her, die Sets sind sehr anspruchsvoll und detailverliebt gestaltet worden, auch wechseln sich die Drehorte gut ab, was den Langweiligkeitsfaktor sehr mindert. Die Farbe des Geldes ist kein Film für die breite Masse, sei es durch den Sport Billard, oder aber auch die Drama – Elemente die es zahlreich im Film gibt, jede Menge Dialoge gespickt mit Weisheiten des Lebens, wecken bei manchen Zuschauern die Langeweile, und andere fühlen sich sehr angesprochen.

Auch die Laufzeit von knapp zwei Stunden dürfte für viele ein Minuspunkt sein, hier und da gibt es auch ein paar Leerlaufpassagen. Die Farbe des Geldes ist kein Meisterwerk der Filmbranche aber auch kein Schrott, irgendwie was mitten drin! Die Story in die Farbe des Geldes ist nicht spannend genug, um den Stand eines fesselnden Dramas zu erlangen, aber eine angenehme Atmosphäre und eine gut durchdachte Grundstory sind auf jeden Fall drin.

Die Farbe des Geldes gibt es auf VHS und DVD, und wird auch manchmal im Fernsehen ausgestrahlt. Wer tolle Darsteller in einer ruhigen Story und Umgebung mal in vollen Zügen genießen möchte, sollte sich die Farbe des Geldes ruhig mal anschauen.

Was für Musikfans noch interessant sein dürfte, die Songauswahl in die Farbe des Geldes ist sehr stimmig und passend eingesetzt worden, Songs von Eric Clapton, B.B. king und ASCAP!

Ich gebe dem Film die Farbe des Geldes 7 / 10 Punkten

Man kennt besseres von Scorsese

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