Drive (1997)

Das organisierte Verbrechen ist ihnen dicht auf den Fersen. Aber nicht einmal Handschellen können den Martial-Arts-Experten Toby und den spruchstarken Barkeeper Malik stoppen. Toby ist blitzschnell, schlagkräftig und er macht jeden Gegenstand zur Waffe. Doch Toby trägt etwas in sich, wofür seine Verfolger bereit sind zu töten: In seiner Hüfte wurde ein biotechnischer Prototyp eingesetzt.

Drive ist ein guter Beweis dafür dass man auch mit einem kleinen Budget einen Actionkracher drehen kann, verantwortlich für dieses Actionspektakel war James Wang. Wang drehte zuvor eher mittelmäßige Filme die oft untergegangen und in Vergessenheit geraten sind, nicht so bei Drive, bei vielen ist er ein kleiner Geheimtipp und hat bei manchen einen Kultstatus erreicht! Wang sein erster Film war „Mutronics – Invasion der Supermutanten“ mit Mark Hamill in der Hauptrolle, zuvor war er selber als Darsteller vor der Kamera tätig aber meist tauchte er nicht in den Credits auf.

Für die Hauptrollen in Drive wurden zwei sehr bekannte Gesichter verpflichtet, Marc Dacascos und Kadeem Hardison, für den einen war der Film der rettende Anker in Hollywood und für den anderen nur ein Film von vielen. Der Gerettete war Dacascos, er war kurz davor das seine Karriere förmlich den Bach hinunter geht und der Streifen Drive hebte ihn wieder empor und verschaffte ihm später wieder Rollen in Blockbuster. Für den dunkelhäutigen Hardison war Drive nur ein Film von vielen, sein bekanntes Gesicht erlebte man zuvor schon in diversen TV – Serien die auch in Europa sehr beliebt waren, „Der Prinz von Bel Air“ und „Die Bill Cosby Show“, aber in vielen bekannten und erfolgreichen Filmen hatte er diverse Auftritte, dazu zählen „Vampire in Brooklyn“ von 1995 an der Seite von Eddie Murphy und „Mr. Bill“ mit Danny De Vito zusammen.

Die Story von Drive ist einfach und simpel gestrickt, der Zuschauer muss nicht sein Gehirn groß anstrengen um der Story zu folgen, Wang legte hier Wert auf Unterhaltung und nicht auf Verstrickungen und Wendungen, daher sollte man auch keinen großen Überraschungen erwarten. Was die Actionszenen angeht, sind sie nicht andauernd präsent, aber wenn es knallt und zischt, dann besonders lang und die Martial Arts Fights sind aufwendig und abwechslungsreich choreographiert worden. Dacascos zeigt hier Eindrucksvoll sein Können und Hardison übernimmt eher die Rolle der Labertasche, die zu allem seinen Senf dazugeben muss. Zwar wird in Drive auch scharf geschossen, aber dies eher weniger dosiert, hier wurde mehr auf Handfights geachtet, und wenn geschossen wird, dann sind die Schüsse auch sehr blutig anzusehen! Die Martial Art Einlagen kann man gut mit dem typischen Hong Kong Kino vergleichen, gewisse Ansätze sind vorhanden.

Aber nicht nur Fäuste hagelt es im Film, auch flotte Sprüche ohne Ende sind fürs Gehör zu vernehmen und genießen. Drive macht Spaß, auch wenn nicht viel Sinn und Verstand in der Story vorhanden sind, eine Erläuterung der einzelnen Charaktere kann man auch nicht verzeichnen, aber Drive ist ein amüsanter B – Action Streifen, der leider bei zu vielen in Vergessenheit geraten ist. Einfach gestrickte Unterhaltung sind bei diesem Film garantiert. Den Film gibt es auf VHS und DVD, und haben unter anderem eine Freigabe von 18 erhalten, ich rate Filmfans von B – Actionfilmen zu der 2 – Disc Special Edition im Director´s Cut.