Flashdance (1983)

Tagsüber arbeitet sie als Schweißerin und nachts als Go-Go-Girl in einer Bar namens Mawby’s, doch eigentlich möchte die 18-jährige Alex (Jennifer Beals) gern Tänzerin werden. Ihr größter Traum ist es, am Pittsburgh Conservatory of Dance aufgenommen zu werden. Unterstützt wird die Autodidaktin von ihrer Mentorin Hanna Long (Lilia Skala) und ihren Freunden, der Eiskunstläuferin Jeanie Szabo (Sunny Johnson), und dem Möchtegern-Komiker Richie (Kyle T. Heffner). Nachdem Nick (Michael Nouri), Alex’ Boss im Mawby‘s, ein Auge auf sie geworfen hat, wird das Leben der jungen Tänzerin noch komplizierter…

Es gibt Filme die sich erst durch den Soundtrack zu einem Kultfilm hochgearbeitet haben, so auch beim Film Flashdance. Die Musik ist legendär, sie wird noch heute des Öfteren eingesetzt und brennt sich somit in den Köpfen der Filmfans fest, und man wird immer wieder an diesen Musikfilm erinnert. Die Thematik Musik war in den End 70er Jahren und Anfang der 80er Jahre in der Filmindustrie sehr begehrt und wurde des öfteren aufgegriffen, sei es „Dirty Dancing“, „Saturday Night Fever“ und „Grease“ und viele weitere mehr.

Regisseur von Flashdance was eine Mischung aus Drama, Liebe und Musik ist war Adrian Lyne, zu seinen weiteren Werken zählen auch „9  1 / 2 Wochen“ aus dem Jahr 1986 und „Eine Verhängnisvolle Affäre“ aus dem Jahr 1987. Für die weibliche Hauptrolle der Schweißerin die nachts in den typischen 80er Fitnessklamotten steigt wurde die Schauspielerin Jennifer Beals gecastet. Sie ist immer noch aktiv im Filmgeschäft tätig, und war auch in „Gods Army II – Die Prophezeiung“ an der Seite von Christopher Walken, in „Four Rooms“ aus dem Jahr 1995 von Quentin Tarantino, und Vampire´s Kiss“ mit Nicolas Cage von 1988 zu sehen.

Der Film Flashdance spielte insgesamt über 90 Millionen US – Dollar an den Kinokassen ein, und auch in Deutschland schauten sich über 4 Millionen Zuschauer diesen Film an, auch wenn man bei Flashdance nur wenig von einem Film sprechen kann, eher kann man ihn als Überlanges Musikvideo betiteln, denn die Handlung ist flach und sehr oberflächlich gehalten worden. Hier wurde mehr mit Licht, Ton und Musik gearbeitet, als an einem vernünftigen Drehbuch. Das Produzentenduos Jerry Bruckheimer und Don Simpson waren für Flashdance tätig und ließen aufgrund des hohen Erfolges später „Top Gun“ und die „Beverly Hills Cop“ Reihe nachziehen.

Für den Soundtrack und des legendären Synthesizerintros war Giorgio Moroder verantwortlich. Der Komponist gewann für „Flashdance… What a feeling“, dessen Intro bis heute für Gänsehaut sorgt, den zweiten seiner drei Oscars. Die Schauspielerin Jennifer Beals schwang aber nicht selbst das Tanzbein, sie wurde von Marine Jahan gedoubelt. Bei der Tanzszene am Ende sprangen zusätzlich ein Breakdancer und eine professionelle Turnerin ein. Das schummerige Licht und die gut ausgewählten Kameraeinstellungen dienten dazu, um zu verschleiern, dass Beals nur ihr Gesicht in die Kamera hält, während ihre Doppelgänger die Arbeit erledigten.

Was das Thema der Schauspielkunst angeht, kann man hier nur wenig beurteilen, denn die Dialoge und Einsätze der Schauspieler sind sehr spärlich eingesetzt worden, hier wurde versucht mit Bild und Ton einen Ausdruck zu vermitteln, der zwar für eine angenehme Optik sorgt, und auch fürs Ohr ein Schmaus darstellt, aber dies reicht nicht vollkommen aus um einen abendfüllenden Spielfilm zu präsentieren.

Dennoch wer auf Musik und Klamotten, Frisuren der 80er abfährt und mal wieder zurück in dieses Jahrzehnt reisen möchte, der sollte sich Flashdance anschauen, es gibt ihn auf VHS und DVD und dies auch in verschiedenen Auflagen diverser Labels.