Ghostkeeper

Ghostkeeper ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 1981, man kennt ihn auch unter seinem Alternativtitel: „Windigo“. Regisseur von Ghostkeeper war der kanadische Regisseur namens Jim Makichuk. Seine Filmographie ist sehr kurz, lediglich noch eine bekannte Zeichentrick – Serie mit dem Titel: „Heathcliff und Riff Raff“, die unter anderem auch im deutschen TV lief und „Odyssee ins Traumland“ eine weitere TV – Serie zählen zu seinen weiteren Werken, weitere Produktionen in seinem Heimatland dürften noch vorhanden sein, aber in Deutschland eher zu den unbekannteren gehören.

Ghostkeeper ist ein Low – Budget Streifen, doch dies merkt man ihm kaum an. Die Landschaft und das Berghotel sind fantastisch auserwählt und vom Kameramann harmonisch eingefangen worden. Der Film Ghostkeeper fängt da an, wo er auch aufhört, nämlich in den Wäldern von Banff National Park in der Provinz Alberta. Die Einsamkeit und Abgeschiedenheit verstärkt die Atmosphäre von Ghostkeeper auf ein hohes Level, und von Atmosphäre lebt dieser Film. Wer auf harte Gewalt und harte Szenen steht, der wird in Ghostkeeper mehr als nur enttäuscht sein, der Film schafft es mit anderen wenigen Mitteln den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Irgendwie erinnert die Atmosphäre und der Schauplatz in Ghostkeeper an den Film „Shining“ mit Jack Nicholsen.

Ghostkeeper kommt mit insgesamt nur 7 Schauspielern aus, wovon 4 von Anfang bis Ende den Film tragen, dazu zählt auch Riva Spier, Spier kennt man noch aus Filmen wie: „Der Überfall der teuflischen Bestien“ von 1977 und „Black Mirror“ von 1981. Jedoch alle Darsteller machen ihre Arbeit sehr glaubwürdig und ansprechend dargestellt in Ghostkeeper und das oft wirre Verhalten in der Einöde wird dadurch noch mehr verstärkt und hebt die Atmosphäre noch ein Stück an.

Die Story von Ghostkeeper wird ruhig und langsam dem Zuschauer näher gebracht, schnelle Wendungen und Handlungen fanden hier keinen Platz, hätten aber vieles kaputt gemacht. Auch ist die Story ziemlich dürftig ausstaffiert worden, doch hier wurde mehr auf Spannung Wert gelegt und dies gelang den Beteiligten auf voller Linie. In der ersten Hälfte des Film tauchen ein paar Längen auf und manche Szenen wirken als wenn man sie wiederholt eingespielt hat, dies ist ein kleines Manko bei Ghostkeeper, was aber durch andere positive Aspekte wieder wett gemacht wurde. Der Sound ist passend zur Stimmung und den jeweiligen Szenen abgestimmt worden und passt auch vollkommen zur winterlichen Stimmung.

Beide damaligen VHS Auflagen wurden indiziert und sind seit 2011 wieder vom Index runter. Man könnte Ghostkeeper heutzutage wohl eine 12er Freigabe verpassen, denn die heutigen Ansichten haben sich im Vergleich zu damals doch enorm verändert! Ghostkeeper gibt es vom Label „X-Cess“, ist ungeschnitten und seit Anfang 2013 erhältlich. Die anderen Versionen auf DVD von “StarMedia” und “NUM” sind beide geschnitten.

Fazit: Wer Shining mag, wird bei Ghostkeeper einen weiteren Liebling finden. Pure Atmosphäre ohne viel Schnick Schnack!