Jenseits der weißen Linie (1992)

Als Dealer getarnt soll der Cop Russell Stevens, Jr. (Laurence Fishburne) gegen führende Drogenbosse ermitteln. Schnell steigt er in deren Gunst und wird von dem skrupellosen Anwalt und Dealer David Jason (Jeff Glodblum) zu seinem Partner gemacht. Doch bald verstrickt sich Russell immer mehr in dem Sumpf aus Geld, Drogen und Macht.

Bill Duke ein Mann der vor und auch hinter der Kamera Qualitäten beweist und auf beiden Seiten auch durchaus erfolgreich war und ist. Duke war als Darsteller in Filmen wie „Payback – Zahltag“ an der Seite von Mel Gibson, „Predator“ mit Arnold Schwarzenegger und „Action Jackson“ im Jahr 1988 zu sehen, und hinter der Kamera brachte er uns „Sister Act 2 – In göttlicher Mission“ mit Whoopi Goldberg, „Americas Dream“ mit Wesley Snipes und Danny Glover und diverse TV – Serien näher, bei den Serien war er bei „The Outsiders“, „NAM – Dienst in Vietnam“ und „Der Mann vom anderen Stern“ tätig.

Für die Hauptrollen im Film Jenseits der weißen Linie wurden Jeff Goldblum und Laurence Fishburne gecastet und engagiert. Beide sind Hollywoodgrößen die immer noch aktiv vor der Kamera sind und regelmäßig auf der Leinwand zu betrachten sind. Goldblum kennen die meisten wohl aus „Jurassic Park“, aber auch in anderen Produktionen wie „Zebo, der dritte aus der Sternenmitte“ und „Kopfüber in die Nacht“ aus dem Jahr 1985 sollten erwähnt werden. Sein Kollege Fishburne ist ein markantes Gesicht, vor allem aus der Filmreihe „Matrix“, aber auch er kann eine lange Liste von Filmen vorweisen, „Im Sumpf des Verbrechens“ von 1995 und „Boyz N the Hood“ von 1991 sind nur ein paar Titel, aber auch mit anderen Filmgrößen wie James Belushi und Arnold Schwarzenegger war er zusammen vor der Kamera, dies geschah in „Red Heat“ im Jahr 1988.

Jenseits der weißen Linie ist ein Action – Thriller der versucht hat mal nicht die typischen Muster zu folgen, dies ist zwar sehr löblich, aber kann der Zuschauer aber auch vieles vorhersehen. Doch die Story ist gut durchdacht inszeniert worden, es tauchen nur wenige Längen auf, die mit teils langweiligen Dialogen gefüllt wurden, aber der Zuschauer wird nur wenige Logikfehler vorfinden. Bei den beiden Hauptcharakteren wurde auf Tiefe angesetzt und dies gelang auch ganz ansprechend, der Zuschauer nimmt förmlich Teil an deren Leben und Handlungen und kann somit den Rollen etwas abgewinnen. Zum Ende von Jenseits der weißen Linie bekommt man noch ein paar Wendungen präsentiert, die man durchaus nur schwer vorhersehen konnte, schade, das dies nicht schon bereits zu Anfang des Streifens geglückt ist.

Die Spannung und Atmosphäre ist sehr dicht und gespannt, die Schauplätze des Geschehens in dunklen Gassen und Hinterhöfen unterstreicht dieses Flair noch sehr. Und die musikalische Sounduntermalung passt ebenfalls stimmig zu den jeweiligen gezeigten Szenen. Beide Darsteller liefern gute ausdrucksstarke Leistungen ab, vor allem wenn man bedenkt das beide noch vor ihrem großen Durchbruch standen. Die Action kam etwas zu kurz, sie beschränken sich auf ein paar Fäuste und ein paar kleinen Schusswechsel, nichts weltbewegendes aber dennoch gut dargestellt, doch für einen Actionfreund zu kurz und langweilig.

Aber der Thrill ist durch die Spannungskurve und Atmosphäre auf einem hohen Punkt und kann gut unterhalten. Die amerikanische Polizei wird selbst in die Kritik genommen und ein späterer Gewissenskonflikt zwischen Gut und Böse wird dem Zuschauer ebenfalls gefallen und unterhalten können. Jenseits der weißen Linie ist ein B – Movie der sich durchaus sehen lassen kann, doch leider gibt es ihn in Deutschland nur auf VHS, einmal vom Label „VMP“ und von „United Video“ und hat eine durchaus berechtigte Freigabe von 16 bekommen. Für Thrillerfans abseits der Blockbuster durchaus ein Kauf und Sichtung wert.

Schreibe einen Kommentar