Review: Justice – Die letzte Instanz bin ich (1986)

Eines nachts wurde das Inhaber-Ehepaar eines kleinen Lebensmittelgeschäfts in Murrell’s Inlet, South Carolina, kaltblütig erschossen. es hinterließ 3 Töchter und einen Schwiegersohn, Tony. Der Mörder wird gefaßt und vor Gericht gestellt. Während der Gerichtsverhandlung kommen Tony Zweifel an der gerechten Verurteilung des Mörders seiner Schwiegereltern. Er beschließt, das Recht in die eigene Hand zu nehmen.

Justice – Die letzte Instanz bin ich ist auch TV-Spielfilm aus dem Jahre 1986. Dieser Film vereint sehr gut zwei Genre miteinander, Thriller gepickt mit Drama, und das aus der Hand eines Regisseur, der sonst nur TV – Serien gedreht hatte. Die Rede ist von Marc Daniels, bekannt für unzählige Serien, wie „Trapper John M.D.“, „Kung Fu“ mit David Carradine und „Der Mann aus Atlantis“ mit Patrick Duffy. Diese TV – Produktion basiert auf einer wahren Geschichte und präsentiert dem Zuschauer das Selbstjustiz und auch das Rechtssystem gleichermaßen ihre Lücken und Fehler besitzen.

Man darf sich auch an prominenten Darstellern erfreuen, die Besetzungsliste ist gut bestückt mit: Brad Davis, der im Jahre 1991 an einer Überdosis Drogen verstarb, zu seinen Werken zählen Filme wie: „Der Amerikaner“ von 1986 und „Kind des Satans“ von 1991. An seiner Seite stehen weitere Namen wie: Brad Dourif, Frances McDormand und William Conrad. Justice – Die letzte Instanz bietet eine reale interessante Geschichte, doch sie hat leider auch ihre Tücken und negativen Aspekte. Dieser Film ist oft sehr dialoglastig und drosselt das Tempo doch sehr, die Dramatik im Film ist etwas zu dramatisch geworden.

Manche Dialoge sind definitiv zu lang und lassen so den Zuschauer oft dazu veranlassen diesen Film auszuschalten. Manche Szenen hätte man beruhigt dezimieren können oder sogar ganz streichen, oft sind Nebengeschehnisse in diesen Momenten interessanter als die Hauptstory. Viele Gerichtsszenen untermauern das Geschehen. Man kann sich sehr gut in die Hauptrolle des Films hineinversetzen, wie er durch Forderung und Verbissenheit zur Gerechtigkeit sein eigenes Leben vernachlässigt und seine Firma und seine Familie sehr drunter leiden müssen. Wer würde nicht so reagieren, wenn man die Möglichkeit hätte, den Mörder seiner Eltern oder Kinder zu bestrafen?!

Justice – Die letzte Instanz bin ich zeigt dem Zuschauer auch auf brisante Weise das Selbstjustiz auch keine Lösung sei und weitere Probleme mit sich bringt, aber in dem Fall das das Rechtssystem dem Täter viele Schlupflöcher bietet, scheint es der einzige Ausweg zu sein. Die Story und die Erzählweise in diesem Film bringen den Zuschauer oft auf die Seite der Selbstjustiz, viele Szenen bringen einem dazu den Darsteller im Kopf selber zu lynchen für seine Tat, aber die Realität bringt den Zuschauer wieder auf den Boden der Tatsachen.

Wenn man von der Dialoglastigkeit etwas absieht, so bietet Justice – Die letzte Instanz bin ich ein sehr dramatischen, spannenden Thriller! Den Film gibt es nur auf VHS und wird sehr selten im deutschen TV ausgestrahlt. Fazit: Wer Gerichtsszenen nicht scheut, und auf Realitätsnähe steht, ist mit diesem Film sehr gut beraten.

Ich gebe Justice – Die letzte Instanz bin ich dennoch nur 7 / 10 Punkten