Killerhunde (1976)

Wenn man sich den Film Killerhunde aus dem Jahr 1976 anschaut, sollte man eines nicht vergessen, die Thematik dass die Killer Hunde sind, war noch sehr neu und unerfahren. Filme wie „Cujo“ kamen erst später auf den heimischen Filmmarkt. Killerhunde ist ein netter Versuch sich mit dem besten Freund des Menschen auseinander zusetzen, was sich wohl auch der Regisseur Burt Brinckerhoff wohl dachte, und sich der Regiearbeit annahm.

Doch sein fertiges Werk kann an vielen Stellen und Punkten eher weniger überzeugen, entweder lag es an der Unerfahrenheit mit der Thematik oder am Talent des Regisseur, denn zuvor war Brinckerhoff fast ausschließlich für TV – Serien wie „Der Denver – Clan“, „Hotel“ und „Hart aber Herzlich“ zuständig gewesen. Sein Talent lag in meinen Augen eher auf Episodenhafte Erzählungen als auf Spielfilmlängen. Wenn man sich die Darsteller in Killerhunde so anschaut, sind sie alle eher im Amateur – Bereich vorzufinden, da die Namen eher zu den unbekannten gehören. Dennoch machen sie ihre Sache glaubwürdig und ausreichend für einen B – Movie, man sollte keine Höchstleistungen erwarten.

Die Spannungskurve in Killerhunde wird nur mäßig angezogen, eher plätschert die Story so langsam vor sich her, und wird mit sehr vielen Dialogen, und Forschungsgelaber aufgefüllt. Dies mindert den Unterhaltungswert doch sehr, vor allem wenn das vermittelte Wissen heutzutage schon zur Allgemeinbildung gehört, aber auch da sollte man nicht vergessen von wann der Film Killerhunde ist, er hat mittlerweile schon fast 40 Jahre auf dem Buckel.

Die Effekte wenn die Hunde zum Angriff rücken sind gut in Szene gesetzt, auch wenn sich diese eher im dunklen abspielen, dies verstärkt aber noch das Gefühl der Hilflosigkeit und der Angst. Killerhunde ist kein Meilenstein des Tierhorrors, aber bietet eine angenehme Unterhaltung, auf einem niedrigen Level. Viele Hunde sehen im Film Killerhunde einfach nicht gruselig oder sogar beängstigend aus. Aber vielleicht sollte dies den Zuschauer nur mehr vermitteln das der liebe Freund des Menschen auch anders sein kann.

Killerhunde gibt es auf VHS und DVD, die VHS ist um satte 6 Minuten gekürzt erschienen, lediglich die DVD vom Label „X – Rated“ bietet vollen ungeschnittenen Filmgenuß. Killerhunde ist ein netter Film für zwischendurch.

Fazit: Fans von Filmen die sich mit Tieren befassen, können hier ruhig zugreifen. Langatmige Story, nette Effekte, nervige Dialoge aber netter Film für zwischendurch!