Mad Cop (1989)

Wenn man sich das Cover von Mad Cop so anschaut, denkt man sofort an die Filmreihe „Maniac Cop“, dies ist entweder beabsichtigt oder doch nur Zufall? Mad Cop gehört in die Kategorie der Slasher – Trash Filme, die es in den 80er Jahren zuhauf gab. Doch Mad Cop ist etwas anders, was andere mit Absicht als Trash Film produziert haben, ist hier wahrscheinlich nur durch Zufall entstanden. Mad Cop ist das einzige Werk vom Regisseur von Wallace Potts, aus welchen Gründen ist leider nicht recherchierbar.

In der Rolle des Officers in Mad Cop ist Schauspieler Robert R. Shafer zu sehen, auch ist er oft unter dem Namen Bobby Ray Shafer aufgeführt in den Credits. Die Rolle des Cops verkörpert er sehr gut, alleine schon durch seine Mimik verleiht er der Rolle den nötigen Psycho Touch. In den Rollen der Teenager Clique sind eher unbekannte Laien – Darsteller zu erblicken, die jedoch allesamt ihre Rollen sehr gut verkörpern und zum Besten geben.

Die Story in Mad Cop ist recht ansprechend und geht munter drauf los, man muss nicht lange warten um den ersten Mord zu erblicken. Da man den Film Mad Cop als Slasher bezeichnen kann, ist die Story eher simpel und flach, das typische Verfahren, junge Menschen machen eine Party bzw. Ausflug und werden von einem Irren nach und nach dezimiert. Was aber dem Zuschauer noch auffallen dürfte, das sich in Mad Cop die Jugendlichen nicht den sexuellen Trieben hingeben, in diesem Streifen leben sie alle Keusch und nuckeln lieber ihr Bier als im Wald oder im Whirlpool sich zu vergnügen, also für Fans von nackter Haut wird hier in Mad Cop nichts geboten. Lediglich knappe Outfits und in Badeklamotten laufen die Darstellerinnen durchs Bild.

Die Effekte sind bei den Morden ansprechend in Szene gesetzt worden, hier und da mal ein wenig Blut, ein bisschen mehr hätte an manchen Stellen dem Film vielleicht gut getan?! Jedoch sind die Morde nicht gerade was man spektakulär nennen könnte, typische Klischee Waffen wie Axt und Polizeiknüppel wirken etwas einfallslos und langweilig. Was dem Film Mad Cop ein wenig die Spannung nimmt, das man von Anfang an weiß wer der Killer ist, man hätte vielleicht den Killer nur schemenhaft zeigen sollen, hier und da mal eine Hand, einen Schatten, dies hätte definitiv mehr Spannung erzeugt, doch so plätschert der Film munter vor sich hin. Doch der Unterhaltungswert ist groß genug, dass man den Film sich in voller Länge anschaut und einfach sich zurücklehnt und ihn genießt.

Schockmomente und etwas Tiefe, das man etwas über die Rollen erfährt sucht man leider in Mad Cop vergebens, auch sollte man über Logikfehler etwas hinwegsehen, wie wer sucht schon Nachts draußen seine Zahnbürste, oder wieso versteckt man sich nicht im Wald hinter einem Baum anstatt sich auf freier Fläche überfahren zu lassen? Wenn man über diverse Fehler und Schwächen hinwegsehen kann, bietet Mad Cop ganz brauchbare Unterhaltung auf dem B – Movie Sektor.

Mad Cop gibt es auf VHS und DVD, wobei die VHS eine Freigabe von 16 hat und gekürzt wurde, die DVD vom Label „Intergroove“ bietet Ungeschnittene Unterhaltung von Mad Cop.

Fazit: Slasher – Fans aufgepasst, ein netter Film für die Sammlung! Andere dürften sich vielleicht nach kurzer Zeit schon etwas langweilen. Vier Jahre später kam ein zweiter Teil mit dem Titel „Psycho Cop 2“ heraus, wieso auf einmal diese Namensänderung? Vielleicht um mehr Käufer anzulocken!

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