McVicar (1980)

McVicar ist ein englisches Drama aus dem Jahre 1980 unter der Regie von Tom Clegg, diesen Namen dürften einige kennen, die auch die mehrteilige Serie namens „Die Scharfschützen“ kennen! Auch hier und da ein paar Episoden für TV – Serien gedreht aber ansonsten leider nicht viel Bekanntes darunter! Was in McVicar interessant ist, das die Hauptrolle von dem „The Who“ Sänger Roger Daltrey verkörpert wurde, das sich Sänger oder im übergreifenden Sinne Musiker sich auch als Schauspieler versucht haben, kennt man auch von anderen Künstlern, manche mit Erfolg und manche mit Misserfolg, Mick Jagger, Ringo Starr sind nur wenige von vielen Beispielen.

Was mir aufgefallen ist, das der Film im gewissen Sinne eine kleine Mogelpackung darstellt, auf der Rückseite der VHS wird ein mitreißender Actionfilm angepriesen, jedoch gibt es nur zwei Szenen wo man ein wenig was zu sehen bekommt. Den Rest des Films wird man in den Knast geschickt und begleitet den Charakteren auf ihren beschwerlichen Weg sich im Knast zu Recht zu finden. Man kann McVicar eher als Drama einstufen. Manche Szenen erinnern einen an den amerikanischen Film „Flucht von Alcatraz“ mit Clint Eastwood, Loch in die Wand graben und mit Pappmasche abdecken und Farbe drüber, auch eine Gefängnisrevolte hat man schon sehr oft gesehen, auch wenn diese in McVicar noch eher harmlos und ruhig von statten geht.

McVicar bringt dem Zuschauer auch eine Flucht vom Gefängnis näher und wie die Flüchtlinge versuchen untergetaucht bei ihren Familien ein normales Leben zu führen, mit den Ängsten erwischt und entdeckt zu werden, und mit Alltagssorgen sich rumzukämpfen. Aufgrund dessen das es fast unmöglich ist als Flüchtling ein normales Leben zu führen, geht man wieder den Weg des Verbrechens und wird damit dingfest gemacht und wieder in den Bau gesteckt, im Prinzip geht die Geschichte von McVicar wieder von vorne los.

Der Film ist eine gelungene Abwechslung zwischen den vielen Knastfilmen die es so gibt und beansprucht auch viel Geduld und Ruhe vom Zuschauer, denn mit einer Laufzeit von knappen 110 Minuten, besitzt er doch einige Längen, die manchmal sehr hart sein können. Wer als Zuschauer aber bei McVicar dran bleibt, wird mit einem unterhaltsamen Drama belohnt was es hierzulande nur auf VHS gibt und eine Freigabe von 16 erhalten hat, eine 12er hätte vollkommen ausgereicht. McVicar kommt ohne große Gewalt aus und versprüht seinen eigenen Stil und Charme.

Fazit: Für Fans von Knast – Dramen ein Tipp. Für andere dürfte der Film zu langweilig und trostlos wirken.