Nightflyer (1987)

Ein Team von wissenschaftlern ist mit dem Raumschiff ” Nightflyer ” aufgebrochen, um die ältesten außerirdischen Lebewesen, die seit Anbeginn der Zeit existieren sollen, ausfindig zu machen. Doch ihr Forschungsauftrag wird sabotiert. An Bord der ausschließlich von einem Computer gesteuerten ” Nightflyer ” wird die Crew von dem Computer angegriffen, einige Besatzungsmitglieder sogar getötet. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

Nightflyer war der zweite Film vom Regisseur Robert Collector, sein erstes Werk war der Streifen „Red Heat – Unschuld hinter Gittern“ aus dem Jahr 1985. Im Jahr 2005 kam sein letzter Film raus, seitdem ist es ruhig geworden um ihn, Nightflyer ist eine Mischung aus Horror und Science – Fiction, wobei der Science – Fiction Anteil doch sehr überragt.

Für die Hauptrollen im Film wurden Catherine Mary Stewart und Lisa Blount gecastet, Stewart ist bekannt aus diversen anderen Produktionen, „Der Seewolf“ von 1993 an der Seite von Charles Bronson, „Red Fox – Der Einzelkämpfer“ von 1989 und ebenfalls aus dem Jahr 1989 „Immer Ärger mit Bernie“. An ihrer Seite stand Lisa Blount, sie wurde am 27 Oktober 2010 tot aufgefunden, laut Angaben ist der Tod nicht geklärt wurden. Sie spielte ebenfalls in zahlreichen Filmen wie „Great Balls of Fire – Ein Leben für den Rock ‘n’ Roll“ von 1989, „Die Androiden – Sie sind unter uns“ aus dem Jahr 1986 und „Cut and Run“ von 1985 mit, man sieht ihr Spektrum an Filmen ist sehr weit gefächert gewesen.

Der Film Nightflyer ist ein sehr ruhiger Science – Fiction Film, die erste Hälfte plätschert langsam vor sich hin, und der Spannungsaufbau verhält sich ebenfalls so. Die Sets wirken leider mehr als künstlich und übertrieben, zwar können die Außenaufnahmen des Raumschiffes gut überzeugen, aber wenn die Handlung ins Innere verlegt wird, dann bekommt der Zuschauer ein paar Rohre, ein paar Schläuche und bunte Lichter geboten. Dies reicht allerdings nicht aus, dem Zuschauer das Gefühl von endloser Weite, gefangen in einem Raumschiff zu vermitteln. Des Weiteren die Ausstattung erinnert eher an ein Hotel, Marmorbad, große Lobby und dergleichen. Natürlich darf eine Kulisse einer alten Fabrik ebenfalls nicht fehlen, sie soll den Maschinenraum des Raumschiffes darstellen, doch auch diese ist sehr spartanisch eingerichtet.

Doch es gibt auch gutes zu berichten, die Spiele mit dem Licht und von verschiedenen Farben sind dem Regisseur sehr gut gelungen, auch der Einsatz von Nebel zu den passenden Momenten trägt ihr gutes zu bei! Hier wurde der Satz: „Weniger ist oft mehr!“ gekonnt eingesetzt und umgesetzt. Schauspielerisch kann man nichts bemängeln, alle Darsteller liefern gute durchschnittliche Leistungen ab, keiner fällt negativ auf, und ist abseits seiner Talente. Die Story ist an manchen Stellen etwas lahm und kompliziert, zu viel durcheinander, und da helfen die Dialoge auch nicht viel weiter, im Gegenteil sie unterstützen noch ausgiebig die Verwirrung des Zuschauers, schade, ein besser durchdachtes Drehbuch hätte dem Film sicher gut gestanden. Trotz der paar Schwächen bietet Nightflyer entspannte und angenehme Unterhaltung, zwar kein Meilenstein im Genre aber es kommt keine Langeweile auf.

Den Film Nightflyer gibt es in Deutschland nur auf VHS und hat eine Freigabe von 16 bekommen, die wohl entstand weil die FSK die Augen verschlossen hatte, denn es gibt am Ende des Films eine harte Szene mit einem Laser und die ist garantiert nicht für Augen von 16 geeignet, zumindest wenn man sich die damaligen Standards so anschaut, heute wäre das wohl kein Problem mehr. Nightflyer für Science – Fiction Fans die am liebsten alles Mal gesehen haben möchten ist dieser Streifen wahre Unterhaltungskost.

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