Review: Passagier 57 (1992)

Kurz bevor der Sicherheitsexperte John Cutter seinen Job als Security-Chef bei einer Fluglinie antritt, gerät er auf einem Flug nach L.A. selbst in eine Geiselnahmesituation. Der Terrorist Charles Rane, den zwei FBI-Agenten
überführen sollten, wird in einer blutigen Aktion befreit. Daraufhin nehmen er und seine Leute die Passagiere als Geiseln. Lediglich eine Stewardess und Cutter können sich unbemerkt verschanzen und den Kampf gegen die Verbrecher aufnehmen.

In den 90er Jahren waren Actionfilme ganz groß und bei den Massen sehr beliebt. Vor allem wenn es darum ging dass eine 1 Mann Armee sich gegen eine Handvoll Terroristen stellt und diese in perfekter Manier zur Strecke bringt. Dazu zählt auch der Film Passagier 57, manche betitelten den Streifen als „Stirb Langsam“ in der Luft, nun diese Aussage stimmt ein wenig, der Schauplatz ist anstatt eines Wolkenkratzers ein Flugzeug, aber der Rest ist sehr ähnlich. Regisseur von Passagier 57 war Kevin Hooks, eigentlich ist er eher ein Regisseur für Serien, er wirkte in dutzenden Serien mit, sei es „Alien Nation“, „V – Die Ausserirdischen Besucher“ oder auch „Hotel“. Aber auch ein paar Filme kann er in seinem Lebenslauf verzeichnen, „Powercop“ von 1993, „Heat Wave“ von 1990 oder „Black Dog“ von 1998 mit Patrick Swayze in der Hauptrolle.

Für die Hauptrolle in Passagier 57 wurde der in den 90er Jahren sehr beliebte Wesley Snipes engagiert, Snipes kennt man vor allem als „Blade“ und in diversen anderen Streifen wie: „Weiße Jungs Bringens nicht“ oder auch „Die Indianer von Cleaveland“ mit Charlie Sheen. Snipes zeigt auch in Passagier 57 eindrucksvoll sein Können, sei es seine Art der Coolness und der Fights, die Snipes ebenfalls wie andere ganz gut in Szene setzen kann.

Storymässig bietet Passagier 57 nicht viel neues, der Ablauf ist bekannt aus unzähligen anderen Streifen. Auch das Tempo ist gewohnt auf einem guten Level und bietet gute und konstante Unterhaltung. Alle Darsteller auch die kleinen Nebenrollen wirken authentisch und realistisch, überzeugend. Was viele als sehr störend empfinden könnten ist die deutsche Synchronstimme von Snipes. Sie ist bekannt als die deutsche Stimme von Bruce Willis und passt gar nicht zu Snipes. Aber wenn man über diese Schwäche hinwegsieht, bekommt man einen soliden typischen Actionstreifen der 90er Jahre serviert, zwar kein Blockbuster, aber verstecken muss er sich auch nicht.

Die Actionszenen halten sich etwas bedeckt in Passagier 57, hier und da ein paar Schusswechsel, und ein paar kurze Fights, mehr ist nicht drin, die Widersacher von Snipes sind nur allzu schnell außer Gefecht gesetzt, hier wäre ein bisschen mehr Abwechslung bestimmt drin gewesen. Auch das Finale ist nur allzu schnell da und auch wieder vorbei. Wie schon erwähnt ist Passagier 57 kein Paradebeispiel für Action, aber solide und angenehm zu schauen. Langeweile kommt hier so gut wie gar nicht auf, dies könnte auch an der Spielzeit liegen, denn mit knapp über 80 Minuten ist Passagier 57 doch recht kurz gehalten.

Ich rate den Zuschauern aber definitiv zu der FSK 18 Version zu greifen, denn die leicht gekürzte Version in FSK 16 ist nicht schaubar. Passagier 57 gibt es auf VHS, DVD und BD und dies in FSK 16 und in FSK 18 Versionen. Gelegentlich wird der Streifen auch im Free TV gesendet, dort aber meistens die FSK 16 Version.

Fazit: Angenehmer Actionstreifen für zwischendurch. Kein Hit aber auch kein Flop! Ein gesundes Mittelmaß ist Passagier 57 allemal.

Ich gebe Passagier 57 7 / 10 Terroristen