Riverbend (1989)

USA 1966: Der Vietnam – Krieg hat das Land gespalten, die Rassenkonflikte steigern sich fast zum Bürgerkrieg. Amerika ist in diesem Jahr ein hochexplosives Pulverfass. Drei junge LEDERNACKEN sind auf der Flucht vor der Militärpolizei. Sie sind fahnenflüchtig, und sie sind schwarz. Durch einen Zufall kommen sie nach Riverbend, einem scheinbar friedlichen und verschlafenen Dorf im Süden der USA. Hier sind ihre schwarzen Brüder Freiwild und Vergnügungsobjekte der gelangweilten Weißen. Da die drei nichts mehr zu verlieren haben, entwickeln sie einen tödlichen Plan.

Riverbend so lautet der Titel des Films vom Regisseur Sam Firstenberg aus dem Jahr 1989, und so lautet auch der Name vom Dorf im Süden der USA wo die Handlung sich abspielt. Firstenberg hat einige bekannte Titel in seiner Filmographie und konnte bereits mit Action Krachern wie „Operation Delta Force“ von 1997, „American Fighter II – Der Auftrag“ mit Michael Dudikoff von 1987 und „Die Herrschaft der Ninja“ von 1984 sein Können unter Beweis stellen. So verwundert es auch nicht dass er mit Steve James in der Hauptrolle den Film Riverbend auf die Beine gestellt hat.

In Riverbend ticken die Uhren anders, der Rest der USA hat eingesehen dass sich die Zeit der Rassenkonflikte geändert hat, und man den Wandel der Zeit nicht aufhalten kann. Nur der Sheriff vom Dorf ist da noch anderer Ansicht und hat auch keine Scheu das offen zu zeigen und durchzusetzen. Drei Soldaten der Army, frisch aus dem Vietnam – Krieg sind unter Bewachung der Militärpolizei auf den Weg zu ihrer Verhandlung, sie überwältigen die Aufsicht und machen sich auf die Flucht. Sie finden Zuschlupf bei einer allein lebenden schwarzen Frau, ihr Mann wurde kurz zuvor vom Sheriff ohne ersichtlichen Grund in den Rücken erschossen. Die drei beschließen da zu bleiben und der Frau und den anderen unterdrückten schwarzen im Dorf zu helfen. Doch die Lage eskaliert, als der Sheriff eine gute Freundin vergewaltigt. Die drei Soldaten beschließen den unterdrückten Kampftechniken und den Gebrauch von Schusswaffen beizubringen. Der Kampf gegen den Sheriff kann aufgenommen werden.

Für die Hauptrolle wurde Steve James engagiert, ihn kennt man auch aus „Wieder Ärger mit Bernie“ von 1993, „McBain“ von 1991 und „American Fighter III – Die blutige Jagd“ aus dem Jahr 1989. Leider ist seine Filmliste sehr kurz, denn nur im Alter von 41 Jahren ist er 1993 an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben, sonst würde man bestimmt noch mehr Filme mit ihm kennen und lieben. Riverbend ist eher ein Drama mit ein paar kleinen Actionszenen, die sich aber auf Zweikämpfe mit Fäusten beschränken, und hier und da wird mal eine Schusswaffe abgefeuert, aber der Schwerpunkt liegt bei Riverbend in der Handlung / Story und nicht aufs Geballere.

Doch der Film kann gut unterhalten und zeigt (leider) ansatzweise wie es wohl in manchen Staaten in USA noch immer mit dem Rassenkonflikt so abgeht. Manche Dörfer leben bestimmt immer noch hinter dem Zahn der Zeit. Die Story von Riverbend wird flott erzählt und weist nur wenige Längen auf, die Passagen wo Dialoge geführt werden, dienen der Charakterisierung der einzelnen Rollen, und vermitteln Gefühl und Leid der Dorfbewohner. Riverbend ist eine gesunde Mischung aus Drama und Action, nichts von beiden Genre wirkt übertrieben oder nutzlos, lediglich die Musikauswahl ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig und fehl am Platze. Aber wie sagt man: Irgendwas ist ja immer!

Riverbend gibt es nur auf VHS und dies in zwei verschiedenen Auflagen, und haben beide eine 16er Freigabe bekommen, die auch völlig in Ordnung geht, denn die Gewaltdarstellung hält sich hier sehr zurück. Riverbend gibt es von „Arcade Video“ und „New Vision“ auf VHS, mir lag die Version von Arcade Video vor. Vielleicht findet dieser Streifen auch mal den Weg auf die DVD.

Ich gebe Riverbend 7 / 10 Armyhemden

Schreibe einen Kommentar