Robin Hood (1973)

Prinz John treibt die Untertanen wegen hoher Steuerzahlungen in die Armut. Warum auch nicht, denn sein Bruder Richard Löwenherz ist nicht da. Der schlaue Fuchs Robin Hood jedoch lässt sich das nicht gefallen und erobert das Geld von zurück und verteilt es unter den Armen. Bei einem Bogenschießwettbewerb, der erste Preis ist ein Kuss von Lady Marian, will Prinz John Robin Hood in die Falle locken, aber der Versuch misslingt. Prinz John sperrt die Armen ins Gefängnis. Bei einem Befreiungsversuch setzt Robin alles auf eine Karte.

Die Geschichte von Robin Hood ist bereits sehr alt und wurde dutzende Male verfilmt, warum auch nicht fürs kleine Publikum dachte sich wohl Walt Disney und ließ die Geschichte als einen Zeichentrickfilm verfilmen. Für die Regiearbeit wurde Wolfgang Reitherman beauftragt, er war selbst Trickzeichner und setzte bei seinen Filmen weniger auf Effekte, als auf handwerklich einwandfreie Filme mit ausgearbeiteten Charakteren und guter Story. Seine berühmtesten Filme sind „101 Dalmatiner“ von 1961, „Das Dschungelbuch“ von 1967 und „Aristocats“ aus dem Jahr 1970.

Robin Hood war in den USA der kommerziell erfolgreichste Disneyfilm seiner Zeit. Das besondere an Robin Hood ist das komplett Tiere die Rollen der Geschichte darstellen und erzählen. Sie sind bunt gezeichnet worden, und von einem Fuchs bis zu einem Hahn sind alle erdenklichen Tierarten vorhanden. Zwar ähneln manche Charaktere an bereits gesehenen aus „Das Dschungelbuch“, aber Walt Disney hatte wohl damals nicht den Mut was Neues einzugehen und vertraute somit auf vorhandenes und erfolgreiches Muster. Der Zuschauer entwickelt auf Anhieb Sympathie für die einzelnen Charaktere, und dies auch auf der Bösewichtseite.

Der Komponist und Musiker Roger Miller spendierte dem Film Robin Hood den Soundtrack und die Titelmelodie, und der Song „Love“ war sogar für den Oscar nominiert. Die Synchronisation von Robin Hood kann auch gut punkten, egal ob im englischen Originalton oder die deutsche Synchronisation, beide Versionen können durchaus überzeugen und sind ein Ohrenschmaus, vor allem weil Sir Peter Ustinov in beiden Versionen seine Stimme dem Prinz John lieh. Und selbst die Songs im Film sind bunt gemischt von Deutsch und Englisch!

Robin Hood gehört vielleicht nicht zu dem besten Zeichentrickfilm aus dem Hause Disney aber zu den populärsten allemal, und wird gerne von Kindern mehr als nur einmal angeschaut. Für mich war es ein wundervolles Erlebnis diesen Film nach etlichen Jahren mal wieder anzuschauen und in Erinnerungen zu schwelgen. Robin Hood gibt es auf VHS, DVD und BD und dies in den verschiedensten Auflagen, dafür ist Disney ebenfalls bekannt. Manche Auflagen sind bei Sammlern heiß begehrt und erreichen hohe Preise beim Verkauf.

Disney limitiert immer gerne ihre Filme und bringt nur alle sieben Jahre den Film in einer neuen Version in den Handel. Robin Hood macht Spaß und hat einen hohen Unterhaltungswert für Groß und Klein. Ein Klassiker und das bestimmt noch in 20 Jahren.

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