Sheena – Königin des Dschungels

Filme die sich Tarzan befassen gibt es hunderte, wenn nicht sogar mehr, also war es ja nur eine Frage der Zeit bis sich Filmemacher an eine weibliche Adaption dranmachen und sie umsetzen. Sheena – Königin des Dschungels basiert auf einer Comic – Serie, ein Regisseur für diese Variante war schnell in John Guillermin gefunden, der schon sich mit Filmen wie „King Kong“ von 1976, „Shaft in Afrika“ von 1973 und „Flammendes Inferno“ von 1974 einen Namen in Hollywood machte. Für die Rolle der Sheena wurde Tanya Roberts engagiert, sie sah man nach Sheena unter anderem noch in einem James Bond Film mit dem Titel: „Im Angesicht des Todes“ von 1985 und zuvor in „Tourist Trap“ aus dem Jahr 1979.

Die Geschichte von Sheena ähnelt doch sehr die des Tarzan: Ein kleines Mädchen überlebt ihre Eltern im Dschungel und wird schliesslich von eingeborenen Schamanen aufgezogen. Die in Ihr eine Erfüllung einer alten Prophezeiung sehen. Seitdem wird sie von den Schamanen nur noch als Sheena benannt, und sie wächst wohlbehütet auf. Sheena und die Tiere des Urwalds leben in völliger Harmonie miteinander und die Tiere akzeptieren sie auch als Herrscherin. Doch eines Tages kommt ein Produzent von Sportprogrammen in den Dschungel, um ein Portrait von einem afrikanischen Football – Spielers zu drehen. Er wird in eine böse politische Intrige verwickelt, und in eine Liebesaffäre mit Sheena.

Gut die Geschichte klingt wirklich nicht neu, und etwas ausgelutscht, aber wenn man den Angaben die man so finden kann Glauben schenken kann, so bezaubert der Film auf eine andere Art und Weise. Sheena soll komplett in Afrika gedreht worden sein, und nicht eine einzige Szene soll in einem Studio gedreht worden sein. Dies hat die Logistik für damalige Verhältnisse wohl sehr an die Grenzen gebracht. Und nicht zu vergessen, das es dort so einige Sprachbarrieren bestimmt auch gab. Denn in Afrika hat fast jeder Teil des Landes einen eigenen Akzent und Sprache, so dass vieles mit Händen und Füssen abgeklärt werden musste.

Sheena kann man als Abenteuerfilm bezeichnen und muss sich hinter Tarzan keineswegs verstecken. Doch hat auch Sheena ein paar Schwächen die etwas das Gleichgewicht stören. Der Streifen hat eine sehr lange Spielzeit, er geht an die 120 Minuten, und birgt somit eine Längen und langweilige Dialoge, die hätte man ruhig kürzer fassen können, und somit wäre die Story etwas knackiger und frischer gewesen. Wilde Action und Tierszenen sucht man in Sheena vergeblich, hier wurde mehr auf Familiendrama der Schwerpunkt gelegt. Und ist somit ein Film für Groß und Klein.

Alle Schauspieler liefern gute Arbeit ab, und sie wirken sehr real in ihren Rollen. Lediglich die Sheena ist etwas zu aufgedonnert, wenn man bedenkt das sie im Dschungel lebt! Sheena gibt es bis heute nur auf VHS und ist teilweise schwer zu bekommen. Der Film hat eine Freigabe von 12 bekommen.

Fazit: Nette weibliche Variante von Tarzan, wer auf knappe Kostüme im Dschungel abfährt, wird hier bestens versorgt!