Shopping

Wer geht nicht gerne shoppen, vor allem wer würde nicht gerne in einem amerikanischen Shopping Center auch Shopping Mail auf Entdeckungstour gehen? Dies dachte sich wohl auch Regisseur Jim Wynorski und drehte 1986 den Film Shopping, auch bekannt unter dem Alternativ – Titel „Killbots“. Wynorski ist ein Mann der viele Namen hat, er liebt es unter zig verschiedenen Pseudonymen seine Werke den Zuschauern zu präsentieren. Er ist immer noch als Regisseur aktiv dabei und dreht hauptsächlich Trash – Filme.

Shopping handelt, wie es der Titel eigentlich schon verrät, vom einkaufen, und wer hat nicht schon mal dran gedacht, wie es wäre, eine ganze Nacht in einem Einkaufszentrum eingeschlossen zu sein?! Eine junge Gruppe erfüllt sich diesen Traum ohne auch nur ahnen, das die Betreiber der Shopping Mail ein neues Sicherheitssystem im Betrieb hat, und zwar Roboter die Eindringlinge fernhalten soll. Personen die sich nachts dort aufhalten dürfen, tragen einen Ausweis den die Roboter scannen und somit Überprüfen ob alles seine Richtigkeit hat. Doch was nützt dies alles wenn die Technik versagt oder sogar ein Eigenleben entwickelt?

Die Story hört sich ziemlich simpel und schlicht an und das reicht aber auch vollkommen aus, so waren die Ansprüche an die Schauspieler nicht allzu hoch, ihre Hauptaufgaben bestanden darin gut auszusehen, schnell laufen zu können und nicht zu vergessen: die Mädels mussten auch noch schreien können. Manche Gesichter der Darsteller kann man sich auch in diversen anderen Streifen ansehen, am erwähnenswerten sei die Schauspielerin Barbara Crampton ans Herz gelegt, sie spielte noch in „Puppetmaster“, „Re-Animator“ und „Space Truckers“ mit.  Die Atmosphäre die Shopping versprüht wird durch Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit gut unterstützt, was nützt das wenn man wegrennt und man eingeschlossen ist?

Was die Effekte angeht, kann man die Laser Strahlen der Roboter ruhig müde belächeln, aber bei den Tötungsszenen hat man doch mehr auf Qualität gesetzt. Und die Morde sind in Shopping auch abwechslungsreich, sei es ein Kopf explodiert, einer verbrennt und einiges mehr. Das Tempo in Shopping ist gut gewählt und bringt dem Zuschauer einen guten Unterhaltungswert. Und Trash Fans kommen auch auf ihre Kosten in Shopping, es ist doch schon sehr amüsant wenn ein Roboter nach einem Kill dem Opfer „Have a nice day“ noch wünscht. Shopping macht auch ohne Alkohol viel Spaß aber in einer geselligen Runde ist er unschlagbar.

Shopping gibt es auf VHS und DVD, doch die DVD ist ein Bootleg. Ob eine offizielle DVD Veröffentlichung noch kommt, ist ungewiss, hoffen können wir Filmfans dies aber allemal. 1989 wurde die VHS von Shopping auf dem Index gesetzt und befindet sich immer noch dort. Aber einer Neuprüfung könnte nichts im Wege stehen.

Fazit: Unterhaltsamer Horrorstreifen, zwar Klischeevoll aber temporeich und recht amüsant in Szene gesetzt worden. Nicht nur was für Einkaufssüchtige.