Spacetrek (1996)

Ein gigantischer Asteroid ist auf die Umlaufbahn der Erde geraten und droht mit ihr zu kollidieren. Dr. Dana Shaw erhält den Auftrag, mit einem Team von Spezialisten den Asteroiden durch Bohrungen im Inneren des Mondes von seinem Kurs abzubringen und zu zerstören. Bei den Ausgrabungen stößt Ryan auf eine riesige mit Hieroglyphen versehene Platinkammer, in der er eine Kreatur findet, die ein fossilierter Außerirdischer zu sein scheint. Als das Fossil durch die stickstoffhaltige Atmosphäre zu neuem Leben erwacht, kommen Shaw und Ryan bei der Entzifferung der Hieroglyphen zu der Erkenntnis, daß das, was sie da entfesselt haben, die absolute Tötungsmaschine ist…

Spacetrek war das Spielfilm – Debüt vom Regisseur Gary J. Tunnicliffe. Seine Karriere als Regisseur war ziemlich kurz, lediglich drei weitere Produktionen  sind nach Spacetrek unter seiner Regie entstanden, dazu zählen folgende Filme „Hänsel und Gretel“ aus dem Jahr 2002, einen Kurzfilm und im Jahr 2009 folgte noch „Jack im Reich des Riesen“. Spacetrek ist ein Science – Fiction Streifen, der eigens nur fürs Fernsehen produziert wurde, und später auch einen Release auf Video fand, fürs heimische Wohnzimmer.

Spacetrek handelt von einer Gruppe Forschern die auf einem Kometen der sich der Erde nähert, Bohrungen vornehmen, so das die Nasa dort Sprengladungen anbringen kann um diesen Kometen zu sprengen. Die Bohrungen kommen ins stocken, als ein Bohrteam auf eine fast undurchdringliche Gesteinsschicht treffen. Doch Nachforschungen ergeben dass es sich bei dem Kometen um ein Gefängnis im All handelt. Eine Böse Kreatur wurde dort in einer Kammer eingeschlossen und ins All geschossen, dies geschah vor etlichen Jahren. Durch die Bohrungen und Sprengungen seitens der Teams wird die gefangene Kreatur wieder freigesetzt und es hat Hunger. Es hat eine Vorliebe für verweste Körper. Der Kampf gegen die Kreatur wird von den Bohrteams aufgenommen.

Spacetrek bietet dem Zuschauer eine interessante Geschichte, die wenn man bedenkt dass es sich um eine Fernsehproduktion handelt, gut umgesetzt wurde. Die Special Effekte sind zwar eher mäßig und spärlich, dies lag aber wohl am begrenzten Budget eines TV – Streifens. Das Erzähltempo ist relativ zügig und weist nur wenige Längen auf, die etwas mit wissenschaftlichen Dialogen mit ein paar Geschichtseinlagen versehen sind, doch diese dienen auch dazu dem Zuschauer ein paar Einblicke in die Geschichte der Kreatur und das Vorhaben der Bohrteams zu bekommen.

Wenn man sich Spacetrek so anschaut, dann fallen einem einige bekannte Schauspieler auf, die man auch aus unzähligen anderen Streifen wiedererkennt, oder auch aus diversen TV – Serien, da tauchen Namen wie Xander Berkeley, Caroline Barclay, Bradford Tatum und Barbara Patrick auf. Alle Schauspieler liefern sehr gute Leistungen ab und wirken nicht gelangweilt oder sogar gestellt, sie verkörpern eindrucksvoll und ausdrucksstark ihre entsprechenden Rollen und steigern so den Unterhaltungswert von Spacetrek. Doch der Streifen hat ein paar negative Aspekte die ihm etwas runterziehen, die spärlichen Effekte wie oben bereits erwähnt, hier wurde eher versucht mit Lichteinstellungen und kurzen Schnitten gearbeitet um die Kosten in Grenzen zu halten, darüber kann man noch hinwegsehen, es sei denn man ist ein Special Effekt Freak, dann wird man hier etwas enttäuscht sein.

Aber die Ideen im Drehbuch wie man diese Kreatur zurückweist und am Ende sogar vernichtet ist doch sehr einfallslos und primitiv, dadurch verliert der Streifen Spacetrek etwas an Dramatik und Spannung, ich werde hier jetzt nicht Spoilern! Dennoch bietet Spacetrek einen gewissen Unterhaltungswert wovon sich manch andere Produktionen eine kleine Scheibe abschneiden könnten.

Den Film gibt es in Deutschland nur auf VHS vom Label „ASCOT“, ob eine DVD Veröffentlichung geplant ist, ist im Moment noch nicht bekannt. Spacetrek hat eine Freigabe von 18 bekommen, doch in meinen Augen hätte eine Freigabe von 16 vollkommen ausgereicht, denn die Härte im Film ist doch sehr zurück haltend und mager.

Fazit: Netter Streifen mit einer Kreatur im All, erinnert zwar manches an bekannte Streifen, so ist doch Spacetrek eine kleine willkommene Abwechslung vom Mainstream. Kaum Längen, interessante Story, gute Darsteller.

Ich gebe Spacetrek 7 / 10 Bohrlöchern

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