Stryker (1983)

Die Atomkatastrophe hat die Zivilisation vernichtet. Die Erde ist ausgebrannt. Plündernde Banden durchstreifen das Land. Überall gilt nur das Recht des Stärkeren. Für die wenigen Überlebenden des Infernos beginnt eine verzweifelte Suche nach unversuchtem Wasser.
Eine Gruppe mutiger Frauen hat frisches, sprudelndes Wasser entdeckt. Um diese über-lebenswichtige Quelle entbrennt ein gnadenloser Kampf. Aus allen Himmelsrichtungen setzen sich schwer bewaffnete Horden in Bewegung.
Auf die Seite der hoffnungslos unterlegenen Frauen schlägt sich nun STRYKER, ein Einzelgänger und mutiger Kämpfer.


STRYKER ist ein Endzeitfilm, den man ruhig zu vielen anderen Streifen dieses Genres dazuzählen kann. Auch wenn STRYKER etwas anders und etwas sonderbar auf einen Filmfan wirkt. Regisseur von STRYKER war der bekannte Philippinische Trash – Meister Cirio H. Santiago. Im Jahr 2008 verstarb er. Zu seinen weiteren bekannten Werken zählen Filme wie „Die Todesinsel“ von 1987, „Jungle Force“ von 1986 und „Die Todesengel“ aus dem Jahr 1976, um hier nur mal ein paar Beispiele zu nennen, seine Filmlaufbahn ist lang und umfassend.

In STRYKER geht es um das Überleben nach dem 3.ten Weltkrieg, die letzten Überlebenden der Katastrophe sind verbittert auf der Suche nach Wasser. Es wird eine einzige fast unerschöpfliche Quelle gefunden, die eine Horde wilder Menschen für sich haben möchte um so auch die Macht über die letzten Menschen zu besitzen. Der Kampf um die Quelle hat begonnen. Und ein einzelner Fremder hat noch eine Rechnung mit dem Anführer der Horde offen.

Wie viele Filme die sich mit der Thematik der Endzeit befassen, kann man STRYKER in die Kategorie B – Movies einordnen. Nach dem Mega – Erfolg der bekannten Filmreihe „Mad Max“ schossen ähnliche Filmprojekte wie Pilze aus dem Boden, dazu zählt auch dieser Film. Doch kann der Film sich mit bekannten Filmklassikern messen? – Nein, denn in STRYKER gibt es leider sehr viele Negative Aspekte die dagegen sprechen. Für die Hauptrolle wurde der Schauspieler Steve Sandor engagiert, man könnte denken es handelt sich um einen übergewichtigen Franco Nero, doch die schauspielerischen Leistungen von Sandor sind eher im ganz unteren Drittel an Qualität anzusiedeln.

Dies gilt auch leider für viele andere Darsteller im Film, ich benenne sie als Darsteller, denn als Schauspieler sind sie einfach nicht geeignet und glänzen nur mit Anwesenheitspflicht und mit oft mäßigen üblen sinnlosen einfallslosen Dialogen, was wohl aber auch am dünnen Drehbuch liegt. Sofern eines überhaupt vorhanden war, denn STRYKER wirkt an sehr vielen Stellen einfach nur improvisiert und gestellt. Die sinnfreien Dialoge oder auch Wortfetzen genannt, werden durch ein paar langweilige Actionszenen unterbrochen, die es aber leider auch nicht so ganz schaffen den Zuschauer bei Laune zu halten.

Aber für Trashfans bietet Stryker massig Potenzial, sei es eine Armee von Wilden im SM – Look oder sogar eine Schar kleinwüchsiger auch Zwerge genannt mit Wummen in der Hand. Auch ein paar Schlägereien fanden ihren Platz im Drehbuch, doch auch diese sind etwas schwach auf der Brust und wirken eher etwas lustlos und langweilig. Musikalisch kann der Film leider auch nicht viel herausholen, eher langweilige Notenfetzen leben im Hintergrund ein Tristes da sein.

Fazit: Für wahre Trashfans und Fans von Endzeitfilmen ist STRYKER empfehlenswert, alle anderen Zuschauer dürften sich schon nach kurzer Spielzeit die Haare raufen und sich nach einem anderen Film umsehen. Wer Endzeitfilme sammelt, sollte sich STRYKER ruhig zulegen, um die Sammlung zu komplettieren. 


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