The Aftermath (1982)

Nach langer Zeit im All kehrt Astronaut Newman wieder zur Erde zurück. Nach seiner Landung nahe der Küste vor Los Angeles muss er feststellen, dass die Erde während seinem Allflug durch einen Atomkrieg völlig zerstört wurde. Wo einst Städte aus dem Boden rankten, stehen jetzt nur noch brüchige Häuserreste. Die letzten Überlebenden werden von einem Mann namens Cutter unterdrückt. Er lässt alle Männer töten und alle Frauen und Kinder in ein Camp verlagern. Newman entschließt sich, Cutter’s Treiben ein Ende zu bereiten.

Das ein Regisseur auch gerne mal vor der Kamera steht, kennt man zu genüge, aber bei Steve Barkett kommt noch dazu: Produzent, Cutter und Drehbuchautor. Und dies alles für den Streifen The Aftermath. Dieser Endzeitstreifen ist bei vielen recht unbekannt, was darauf zu führen ist, das das damalige Label kaum Geld für Werbung hatte und somit dieser Streifen unterging, andere Filme wie „The Riffs“ hatten es da schon besser. Barkett schaffte es gut alle Dinge unter einen Hut zu bringen und dann noch einen sehr unterhaltsamen Streifen zu zaubern.

The Aftermath war Barkett sein zweiter Film, erst 8 Jahre später folgte „Empire of the Dark“. Nach diesen zwei Filmen konnte man Barkett mehr vor der Kamera erleben als dahinter, doch leider meist in B oder C – Movies in kleinen Nebenrollen. Die Thematik der Endzeit und der Suche nach Überlebenden ist nicht neu, und wurde schon dutzende Male aufgerollt und wiederbelebt, doch the Aftermath zeichnet sich durch viele Kleinigkeiten aus, die es verdient haben erwähnt zu werden.

Viele Szenen des Films sind mit rot und blau Filter gedreht worden, dies diente dazu dem Zuschauer die Strahlung nach einem Atomkrieg zu vermitteln, dies mag bei manchen vielleicht schwachsinnig klingen, aber wie sollte man sonst bitte schön „unsichtbare“ Strahlung zeigen?! Die Sets sind passend ausgestattet und bieten eine Menge an Abwechslung. Zum einen sieht man eine zerstörte Stadt und auf der anderen Seite die Wüste, die die Aussichtslosigkeit noch verstärkt. Die gibt the Aftermath einen würdigen Hang zum Realismus, wonach sie manch andere Streifen ruhig mehr als nur eine Scheibe abschneiden können.

Die Action kommt auch nicht zu kurz, hier wird ordentlich geballert und gemetzelt, blutige Einschüsse und mehr sind hier des Öfteren auf der Leinwand zu entdecken. Kopf- und Durchschüsse und auch Arm – Ab Szenen sind zu erblicken und zu bewundern. Auch weisen sie einen enormen Härtegrad vor, was eine Freigabe von 18 rechtfertigt, und vor allem die Indizierung von the Aftermath. Jedoch zum Ende von the Aftermath verliert sich der Härtegrad etwas und rückt in den Hintergrund. Manche Dialoge sind komisch anzuhören, sei es das sie sinnlos sind, oder eher spärlich, meist eher spärlich als unterhaltsam.

The Aftermath versprüht eine düstere, beklemmende Atmosphäre und Spannung die den Zuschauer sehr gut unterhalten, auch wird hier viel Abwechslung geboten, sei es von Drehorten oder Handlungssträngen, dies wirkt sich sehr positiv auf den Unterhaltungswert aus. Die Kostüme von verstrahlten Menschen sehen etwas primitiv und einfach aus, dies ist aber auf das geringe Budget zurückzuführen, da kann man locker drüber wegsehen. Musikalisch wurden viele Szenen gut untermalt, mit leichten Klängen von einem Orchester, nicht zu aufdringlich aber auch nicht zu seicht, diese Abstimmung ist den Filmemachern sehr gut gelungen.

The Aftermath wurde in Deutschland nur auf VHS veröffentlicht und wurde leider auch prompt auf den Index gesetzt, dort verweilt er seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1984. Vielleicht kommen wir Filmfans mal in den Genuss einer DVD Veröffentlichung dieses Streifens, aber dann bitte UNCUT, denn die VHS Auflage ist nach diversen Angaben geschnitten, wie viel nun genau fehlt kann ich leider nicht mitteilen.

Für Fans von Endzeitfilmen ist the Aftermath genau das richtige. Aber auch Fans von Filmen mit härteren Szenen kann der Film nahe gelegt werden.

Bereits drei Jahre später gab es ein Remake namens: Def-Con-4 -Der-Tag-nach-dem-Tag-danach

Ich gebe the Aftermath 9 / 10 Strahlungspunkten