The Avenger – Der Rächer (1989)

Eine Autofahrt wird für den Saxophonisten Michael (Frank Zagarino) zum derben Schicksalsschlag, als dessen Partner bei einer Verfolgungsjagd ums Leben kommt. In dieser Nacht wanderte Michael in den Knast. Als er nach fünf Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, kann er seine Karriere an den Nagel hängen. Als Michael eines Nachts nach Hause kommt, befindet sich seine Frau in den Fängen des kranken Gangsterbosses Jack Fisher. Fisher droht Michaels Frau zu killen, wenn er die Kohle im Wert von 500.000 $ nicht zurückbringt. Nun beginnt ein heftiger Rachefeldzug.

Wer die Filme „American Fighter III“ und „American Fighter IV“ kennt, der weiß welcher Regisseur sich hinter dem Film „The Avenger“ befindet, es ist Cedric Sundstrom. Doch konnte er in the Avenger auch sein gewisses Talent als Regisseur unter Beweis stellen? The Avenger ist ein Action aus dem Jahr 1989 und man kann ihn eher in die Kategorie B – Movie einordnen.

Der Saxophonspieler Michael Keller führt ein normales Bodenständiges Leben, doch durch seinen Kumpel Mackie gerät sein Leben aus den Fugen. Keller wird für einen Polizistenmord für schuldig befunden und wandert für einige Jahre ins Gefängnis. Seine Freundin Lisa wartet auf ihn und steht ihm immer bei. Doch der Gangster Jack Fischer mischt sich in deren Leben ein. Er ist der Meinung das Keller immer noch im Besitz des Geldes ist was Mackie damals versteckt hat, und entführt Lisa. Keller findet das Geld, doch die Übergabe platzt, und er holt sich Hilfe von Harry, einem ehemaligen Vietnamkumpanen von Mackie. Sie können Lisa befreien doch Fischer hat noch einen Trumpf im Ärmel.

Wenn man sich die Story von the Avenger so durchliest, könnte man denken dass es sich um eine rasante, temporeiche Story handelt. Doch leider weit gefehlt, das Potenzial was die Story in the Avenger beinhaltet, wurde nicht ausgenutzt, eher im Gegenteil. Da nützt es auch nichts wenn man sich namenhaften Schauspieler ins Boot holt, Frank Zagarino, den die meisten noch als „Shadowchaser“ kennen, ist hier in jungen Jahren und ziemlich schmächtig zu erleben. Wohl erst Jahre später wanderte er ins Fitnessstudio und legte sich die Muskeln zu. Und Oliver Reed hat auch eine Rolle in the Avenger abbekommen. Doch schauspielerisch befinden sich beide eher im unteren Niveau, ihre Darstellungen wirken plump und sehr lieblos, man könnte denken dass sie froh waren wenn die Dreharbeiten abgeschlossen sind.

The Avenger wurde als Actionfilm angepriesen, doch gerade die ist mehr als spärlich und einfallslos dargestellt worden. Mal hier und da ein Schusswechsel, ein kleiner Fight, wo jegliche Choreographie wohl fehlte und eine lächerlich wirkende Verfolgungsjagd. Hier wurde in meinen Augen fast alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Und die deutsche Synchronisation ist auch nicht gerade der Hit, allein schon die neu vertonten Geräusche klingen urig und seltsam, zum Beispiel die Schussgeräusche von Waffen klingen wie von Spielzeugwaffen von Kindern.

Auch das Tempo von the Avenger ist sehr langsam und zerrt an der Ausdauer und Geduld des Zuschauers. Man hat es schwer den Film bis zum Ende durchzuhalten. The Avenger ist ein gutes Beispiel dafür wie man eine interessante Story dermaßen versieben kann, das aus einem B – Movie ein C – Movie werden kann.

The Avenger gibt es in Deutschland nur auf VHS und das in zwei verschiedenen Auflagen. Er hat eine Freigabe von 16 bekommen, und ist geschnitten. Die Schnitte sind mehr als deutlich und offensichtlich zu bemerken. Ob die fehlenden Szenen diesen Film jedoch retten könnten, wage ich zu bezweifeln. The Avenger ist kein Film den man gesehen haben muss.

Ich gebe the Avenger 2 / 10 Fights