The Specialist

Auch wenn the Specialist eher zu den ruhigen Vertretern der Filme mit Sylvester Stallone zählt, so konnte der Regisseur Luis Llosa, der auch schon für „Anaconda“ von 1997 und „Sniper – Der Scharfschütze“ von 1993 hinter der Kamera stand, bekannte und altbewährte Klischees neu verpackt auf Film bannen.

May Munro / Adrian Hastings (Sharon Stone) heuert Ray Quick (Sylvester Stallone) an, um der Mafia oder besser gesagt einigen Persönlichkeiten auf dem Pelz zu rücken, weil die ihre Eltern vor langer Zeit eiskalt umbrachten. Ray der solche Aufträge schon des Öfteren erledigt hatte, zieht die Sache auch erwartungsgemäß mit Präzision durch. Jedoch hat er nicht mit dem korrupten Polizeichef gerechnet, der auch noch ein ehemaliger Kriegskamerad von Ray ist. Doch Ned Trent (James Woods) der Polizeichef wird ausgerechnet noch vom Paten bezahlt.

The Specialist gehört wohl eher zu den unbeliebteren Streifen von Sly seiner langen Filmkarriere. Die Story von the Specialist ist eher verhalten und etwas eindimensional. Zwar wird the Specialist als Action – Thriller dahingestellt, doch dem fehlt da so einiges, vor allem die Spannung um ein guter Thriller zu sein ist so gut wie gar nicht vorhanden. Und die Action ist zwar ganz nett und effektvoll in Szene gesetzt worden, einige Explosionen gehen auf das Konto von Sly, aber auch das hält sich in Grenzen. Sly wirkt an vielen Stellen eher gelangweilt und desorientiert als Voll bei der Sache, da hilft das Schäferstündchen mit Sharon Stone in der Dusche auch nicht viel weiter.

Die Erotikszenen sind zwar ganz nett in Szene gesetzt worden, erinnert ein wenig an Basic Instinct, aber der Soundtrack zu dieser Szene ist mehr als nur Fehl am Platze. Alle Darsteller bringen ihre Rollen aber doch sehr glaubwürdig und authentisch in Szene, besonders James Woods kann in der Rolle des korrupten Polizeichefs mehr als Punkten, der Bösewicht ist ihm auf den Leib geschrieben. Vieles erinnert an the Specialist eher an einen TV – Film als an einem Kinofilm der die Massen begeistert. Die Sets und Drehorte sind zwar abwechslungsreich auserwählt worden, aber die weitere Handhabung was Story und Spannung angeht wurde wohl vergessen, große Überraschungsmomente sollte man in the Specialist eher nicht erwarten.

An manchen Stellen wurde versucht mit etwas Witz und Charme die Story etwas aufzulockern, dazu zählt auch die Szene im Bus mit der schwangeren Frau. Mehr wird hier nicht verraten, falls es doch noch jemanden gibt, der diesen Streifen noch nicht kennen sollte.

The Specialist gibt es auf VHS, DVD und BD, und wird auch öfters im Free – TV ausgestrahlt. Dieser Streifen gehört nicht zu den besten Werken mit Sly aber nennenswert ist er dennoch. Wer jedoch auf harte Action und Thrill anfährt sollte wohl besser zu „D – Tox“ oder „Demolition Man“ greifen.

Fazit: Netter Versuch, aber das meiste ging nach hinten los. Für Sly – Fans und Anhänger sollte er in keiner Sammlung fehlen. Wer aber auf harte Action und harte Fights steht, wird hier definitiv enttäuscht werden.

Schreibe einen Kommentar