U-Boot in Not (1978)

Nach einer Kollision sinkt das atombetriebene U-Boot USS-Neptune. Captain Paul Blanchard (Charlton Heston) versucht Ruhe zu bewahren und sieht der Tatsache, dass er und seine Crew auf dem Meeresboden sitzen, ins Auge. Doch die restlichen Mitglieder fühlen sich isoliert und bekommen mit der Zeit entsetzliche Panik. Die Lage spitzt sich zu….

Katastrophenfilme waren in den 70er Jahren mehr als beliebt, sei es mit Flugzeugabstürzen, Schiffsunglücken und auch entgleisende Züge, aber auch die Naturgewalten waren ein beliebtes Thema, Erdbeben, Vulkanausbruch und mehr waren an der Tagesordnung und wurden verfilmt. Da war es nur eine Frage der Zeit bis die Filmindustrie sich auch unter Wasser an diese Thematik zu schaffen machte. Der Film U – Boot in Not entstand im Jahr 1978 unter der Regie von David Greene, der auch Filme mit den Titeln „Sein Freund der Roboter“ von 1983, „Der Wächter“ von 1984 und „Schrei am Abgrund“ von 1989 den Zuschauer auf die Leinwand brachte.

Im Film U – Boot in Not wurden viele bekannte Schauspieler verpflichtet, dies war eine beliebte Masche der Filmemacher umso auch mehr Zuschauer ins Kino zu locken. Hier gaben sich sehr viele ein Stell Dich ein, Charlton Heston, Stacey Keach, David Carradine, Ned Beatty und Ronny Cox sind nur einige Namen die man aus der Besetzungsliste aus diversen anderen Filmen noch kennt, aber auch die Nebenrollen sind prominent besetzt worden, zwar werden viele die Namen nichts weiter sagen, aber wenn man sich den Film anschaut und dann die Gesichter sieht wird man sagen: Den kenn ich doch!

Eins noch vorweg, man sollte den Streifen nicht mit „Jagd auf Roter Oktober“ oder „Das Boot“ vergleichen, denn dann verliert er, aber dennoch bietet U – Boot in Not einen hohen Unterhaltungswert und Wiedersehenswert, denn er besitzt auch gewisse Vorzüge und Pluspunkte, zwar kein Meilenstein der Geschichte, aber gewissermaßen ein Topfilm, nur in der Masse der Katastrophenfilme aus den 70er Jahren untergegangen und vergessen worden. U – Boot in Not kommt ohne riesen Effekte aus, hier wurde auf die Dramatik geachtet, die durch die Gefangenschaft Unterwasser noch zusätzlich in die Höhe getrieben wird, der Zuschauer nimmt förmlich an der Rettungsaktion teil, hier wurde auch der Patriotismus der Amerikaner etwas in den Hintergrund gerückt, es geht nicht um die Gegner des Kalten Krieges, sondern hier sind die eigenen Kameraden betroffen die dringend Hilfe benötigen, der Wettlauf mit der Zeit hat begonnen.

Verwöhnt wird der Zuschauer noch mit sehr tollen Unterwasseraufnahmen, dazu gesellen sich die guten schauspielerischen Leistungen aller Darsteller. Der Spannungsaufbau ist auf einem guten Durchschnitt und weist allerdings ein paar Längen auf, durch verschiedene Dialoge wird der Zuschauer etwas auf die Folter gespannt, man möchte doch erleben ob die Amis es schaffen ihre Kameraden zu retten?! Die Laufzeit des Films dürfte für manche sehr lang wirken, nun sie beträgt auch mehr als 105 Minuten, das setzt gutes Sitzfleisch voraus, aber die Unterwasseraufnahmen und die aufwendigen Sets rechtfertigen das Durchhaltevermögen.

U – Boot in Not gibt es in Deutschland auf VHS und DVD, und hat eine Freigabe von 12. Mir lag die DVD Version von Koch Media vor, und das Bild ist sauber und klar, die Farben wirken frisch, der Ton klingt sauber und störfrei, wer auf Katastrophenfilme steht, kann getrost bei diesem Film zugreifen. Eine kleine Perle unter den Massen, und leider bei vielen in Vergessenheit geraten und völlig untergetaucht!

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