Review: Wenn man vom Teufel spricht (1991)

Buddy Webster (Bud Spencer) ist ein kleiner Taxiunternehmer in Miami, mit großem Bauch und großem Herzen, aber auch großen Problemen. Seiner Firma droht der Bankrott durch die übermächtige Konkurenz der Rockwood Enterprises. Auf einer Tour bekommt Buddy als Bezahlung ein Los, welches ihm 150 Millionen Dollar einbringen könnte, nur weiss er noch nicht, dass er der Gewinner sein wird. Victor, ein abgesandter des Himmels, soll Ihn auf den rechten Weg führen und ihn zu seinem Gewinn verhelfen. Auf der Gegenseite ist Veronica, die als abgesandte der Unterwelt Buddy verführen soll und nichts unversucht läßt, um ihr Ziel zu erreichen und ihm seinen Lottogewinn zu verwehren. Sie holt sich dabei Unterstützung von Buddy’s Konkurenz. Nachdem Buddy von seinem Gewinn erfährt, geht die turbolente Jagd los, denn die Konkurenz schläft nicht und will sich mit Gewalt das Los holen.

Wer das schlagkräftige Duo Bud Spencer und Terence Hill kennt, der kennt auch den Mann hinter dem Film Wenn man vom Teufel spricht: Enzo Barboni, aber auch unter seinem Pseudonym E.B. Clutcher bekannt. Barboni hat einige Drehbücher für das Duo, aber auch für beide einzeln verfasst und auch filmisch hinter der Kamera als Regisseur umgesetzt. Zu seinen Werken zählen viele Klassiker und Kultfilme sei es „Zwei außer Rand und Band“ von 1977, „Die linke und die rechte Hand des Teufels“ von 1970 und „Vier Fäuste gegen Rio“ von 1984, um hier nur mal ein paar aufzuzählen.

Bud Spencer hat in wenn man vom Teufel spricht einen Film zu führen ohne seinen langjährigen Partner Terence Hill, bekommt aber anderweitig Unterstützung. Die Haudrauf Zeiten von Spencer sind ziemlich am Ende angelangt, dies liegt auch am Alter des Schauspielers, zu Zeiten von wenn man vom Teufel spricht, hatte er knappe 60 Jahre auf dem Buckel. Dennoch kann man hier in wieder in typischer Manier wiedersehen und erleben, auch wenn er etwas zurückhaltend daherkommt und oft andere die Arbeit machen lässt. Stattdessen erlebt der Zuschauer eine Taxi Zerstörungsorgie im Film, hier durfte wohl das restliche Budget verballert werden was das Zeug hält. Man kann auch ohne Fäuste viele Dinge zerstören!

Spencer bekommt Unterstützung von zwei Schauspielern und muss so nicht wie gewohnt alleine den Film tragen, die Rede ist von Carol Alt und Thierry Lhermitte, sie spielen einen Engel und einen Teufel, die beide um die Gunst von Buddy im Film buhlen, um ihn auf ihre Wege zu führen. Das Zusammenspiel von Engel und Teufel funktioniert weit besser als das mit Buddy. Carol Alt, kennt man auch aus diversen anderen Produktionen, sie spielte an der Seite von Dolph Lundgren in „Virus Attack“, und in „Millions – Der Clan der Millionäre“ mit, und nicht zu vergessen an der Seite von Hulk Hogan in der TV – Serie „Thunder in Paradise“ in insgesamt 17 Episoden als Kelly LaRue. Ihr Gegenspieler in wenn man vom Teufel spricht ist Thierry Lhermitte, auch er kann dutzende Filme vorweisen, die hierzulande eher unbekannter sind.

Carol Alt

Die Story in wenn man vom Teufel spricht ist simpel und einfach gestrickt, allzu große Wendungen und Überraschungen sollte man nicht erwarten, dies würde aber auch zu Spencer nicht passen. Der Film kommt typisch ohne explizite Gewaltdarstellung aus, kein Blut, keiner kommt ums Leben, die allseits bekannte Haudrauf Manier ist vertreten und kann so seine Fans und Zuschauer auf gekonnter Weise unterhalten. Alle Darsteller liefern sehr gute Leistungen ab und können in ihren Rollen gut überzeugen. Wenn man vom Teufel spricht reiht sich gut in die Spencer Filmliste ein, und braucht sich nicht verstecken, auch wenn er etliche Jahre später erst gedreht und veröffentlicht wurde. Das Drehbuch wurde ihm auf den Leib geschrieben, und passend zum fortgeschrittenen Alter. Bud Spencer ist einfach Kult und verspricht gute Unterhaltung mit wenig Aufwand.

Wenn man vom Teufel spricht gibt es in Deutschland auf VHS und DVD, die DVD ist leider nur eine kaum spürbare Verbesserung gegenüber der VHS. Das Cover ist sehr blass gedruckt, als wenn man es daheim ausgedruckt hätte, und das Bild weist doch noch einige Schwächen auf. Hier wurde wohl nur etwas nachgeschärft und Farben verstärkt. Aber so richtig überzeugen kann die DVD Veröffentlichung leider nicht. Bonusmaterial zum Film ebenfalls Fehlanzeige, lediglich Texttafeln über Bud Spencer sind auf der Scheibe vorhanden.

Dennoch für Fans von Bud Spencer ist wenn man vom Teufel spricht ein Tipp und sollte in keiner guten Filmsammlung fehlen. Man bekommt wenn man vom Teufel spricht als Einzel DVD und ist auch in diversen Editionen von Bud Spencer und Terence Hill enthalten!

Ich gebe wenn man vom Teufel spricht 10 / 10 Taxischeinen

(Bud Spencer hat einen Kultstatus)

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