Wie der Vater, so der Sohn (1987)

Eine geheimnisvolle indianische Tinktur löst in der Villa des stadtbekannten Chirurgen Dr. Jack Hammond (Dudley Moore) ein Chaos aus. Als der Doc die Tabasco-Flaschen verwechselt, ist die Misere da. Plötzlich befindet sich der Geist des Vaters im Körper des Jungen und die jugendliche Seele von Sohnemann Chris (Kirk Cameron) schlüpft in Daddys kleine Schale. Jetzt ist guter Rat teuer – besonders weil der Einzige, der ein Gegenmittel kennt, sich gerade auf einer Wüsten-Exkursion befindet. Doch Jack und Chris machen gute Miene zum bösen Spiel: Während Jack (im Körper seines Sohnes) plötzlich in der Schule brilliert und sich auf Rockkonzerten die Ohren zuhalten muss, dreht Chris (im Körper des Vaters) kaugummikauend seine Runde im Hospital, geht mit Daddys Kreditkarten shoppen und besucht Bars, in denen Jugendliche eigentlich keinen Zutritt haben. Der ganz große Zoff ist nur noch eine Frage von Stunden...

In Wie der Vater so der Sohn sieht man eigentlich nichts Neues, gab es das Thema „Körperwechsel“ bis dahin doch schon sehr oft in der Geschichte des Films, aber dennoch kann man durchaus seine Freude an diesen Streifen haben. Zumindest ist der Film temporeich inszeniert und die beiden Hauptdarsteller Dudley Moore und Kirk Cameron sind gut aufeinander eingestellt und meistern die absonderlichen Situationen, die man zu sehen bekommt, recht routiniert.

Sicherlich ist der Film nicht perfekt. Oberflächlich betrachtet besteht er eigentlich nur aus einem Schwall komischer Situationen, die Regisseur Rod Daniel mit viel Schwung und Spaß an Überraschungseffekten in Szene gesetzt hat, was man durchaus kritisieren kann, denn der Regisseur lässt seine beiden Hauptdarsteller in ein Feuerwerk des Grimassierens und wilden Gestikulierens geraten, dem überdeutlich anzusehen ist, dass das filmische Thema bloß als Hülle für die Art Klamauk dient, die etwas niveaulos ist. Aber was soll’s. Für mich ist Wie der Vater, so der Sohn letztendlich auch eine Kindheitserinnerung (oder besser Jugenderinnerung ^^), an die ich immer gerne zurückdenke. 🙂

Inszeniert wurde das Ganze von Rod Daniel, der 1985 mit „Teen Wolf“ einen großen Erfolg hatte. Auch die 1989 entstandene Krimikomödie „Mein Partner mit der kalten Schnauze“ war ein Riesenhit. Zuvor machte er viel fürs Fernsehen, und auch nach „Mein Partner mit der kalten Schnauze“ war er als Regisseur für viele TV-Serien tätig. Als letzten Spielfilm inszenierte er 2002 die Komödie „Kevin allein zu Haus 4“. (Es gibt ‘nen vierten Teil davon? WTF!? ^^)

Dr. Jack Hammond wird vom britischen Schauspieler, Komiker und Musiker Dudley Moore verkörpert (nicht verwandt oder verschwägert mit Roger Moore 😉 ). Hier hatte er mal wieder die Gelegenheit, sein Können zu beweisen, war er doch immer in äußerst humorvollen aber auch chaotischen Filmen zu sehen. Seinen größten Erfolg hatte er 1981 mit der Komödie „Arthur – Kein Kind von Traurigkeit“, zusammen mit Liza Minnelli. Den Erfolg konnte er leider mit den Produktionen, die danach entstanden, nicht wiederholen. Leider auch nicht mit diesen Film. Dudley Moore verstarb am 27.03.2002 an einer Lungenentzündung im Alter von nur 66 Jahren.

Dr. Jack Hammonds Sohn Chris wird von Kirk Cameron gespielt. Er war zu der Zeit schon recht bekannt und erfolgreich mit der damals aktuellen Serie „Unser lautes Heim“. Bis heute spielte er diverse Rollen in Filmen und Serien. Krik Cameron ist seit seinen siebzehnten Lebensjahr Christ und streng gläubig und lebt ein sehr konservatives Leben. Fast schon zu konservativ in meinen Augen. Aber was geht mich das an? ^^

Wie der Vater, so der Sohn lief zum ersten Mal 1990 im deutschen Fernsehen; an einen Freitagabend in der ARD. Früher gab es noch echt coole Spielfilme zur besten Sendezeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. 🙂

Wie der Vater, so der Sohn gibt es auf VHS, DVD und 16mm Film. Leider läuft er viel zu selten im deutschen Fernsehen.

Fazit: Gut gelaunte Komödie, die angenehm unterhält, aber keinen nennenswerten Nährwert hat.

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