Richard Lynch – Der vielsprachige LSD-Korporal

Richard Lynch – Geboren am 12.02.1940 in Brooklyn, New York City, USA, gestorben am 19.06.2012 Yucca Valley, Kalifornien, USA

Richard Hugh Lynch ist eins von sieben Kindern und ging nach der Schule zunächst für vier Jahre zur US-Armee, wo er es bis zum Rang des Korporal brachte. Danach ging er auf die ehrwürdige Lee Strassberg Schauspielschule und machte zunächst Theater. Der fließend russisch, swahili, spanisch, italienisch und deutsch sprechende Schauspieler konnte ohne Probleme Flöte, Klavier, Gitarre und Saxophon spielen.  Sein besonderes Merkmal ist sein vernarbtes Gesicht. Dies zog er sich im Jahr 1967 zu, als er sich selbst im LSD-Rausch anzündete. Später wurde er ein Kämpfer gegen den Drogenmissbrauch. Er hatte die US-amerikanische und irische Staatsbürgerschaft.

 Lynch debütierte im Jahr 1973 im Film „Asphalt-Blüten“ (den Gewinner des Großen Preises von Cannes). Dann bekam er viele Rollenangebote in TV-Serien wie  „Starsky & Hutch“ (wo er in der ersten und letzten Folge mitwirkte), „Kampfstern Galactica“, „In den Straßen von San Francisco“ oder „Drei Engel für Charlie“. In den 80ern und 90ern spielte er meist in B-Filmen mit wie z. Bsp. „Invasion U.S.A.“, „Alligator II – Die Mutation“, „Die Barbaren“ oder „Scanner Cop“. Selten war er in Großproduktionen zu sehen. So in „Nikita“ oder „Halloween (2007)“. Lynch war Ehrenmitglied der Academy of Motion Pictures Arts and Science und bekam 1982 für seine Rolle als Titus Cromwell in „Talon im Kampf gegen das Imperium” den Saturn Award als bester Nebendarsteller.

Richard Lynch ist eins der Gesichter, welches man als fleißiger Videothekenbesucher immer mal wieder sah (schließlich brachte er es auf 161 Rollen) aber man nie genau wusste, wer dieser Kerl eigentlich ist. Sein Gesicht ist untrennbar mit den 80er und 90er-Zeiten verbunden, wo man in die Videothek lief, sich einen Film auslieh und darüber nachdachte, woher man den Kerl denn sonst noch kennt.