River of Death – Fluß des Grauens (1989)

Deutschland 1945: Nach zahllosen Experimenten hat Stabsarzt Dr. Manteufel sein Ziel, einen Virus zu züchten, der Kranke und Farbige ausrotten soll, fast erreicht. Kurz vor dem Zusammenbruch des Dritten Reiches flieht er vor den anrückenden Alliierten.
Südamerika 20 Jahre später: Auf einer Urwald-Expedition verfolgen der Abenteurer Hamilton, der Arzt Blakely und seine Tochter Anna am Flusslauf des Rio da Morte (Totenfluss) die Spuren einer tödlichen Seuche.
Erzählungen der Indios zufolge hat die Seuche ihren Ursprung in der verlorenen Stadt, die von Indio-Kannibalen und Männern in SS-Uniformen bewacht wird.
Blakely wird getötet, Anna gefangengenommen. Hamilton selbst kann mit knapper Not entkommen.
Er bereitet eine neue Expediton zur verlorenen Stadt vor um Anna zu retten…

Das Label “KSM” erweitert sein umfangreiches Sortiment um die KSM Klassiker Collection, viele alte bekannte Filme wurden remasterd und tontechnisch neu bearbeitet und bringt das Herz des Filmfans zum schneller schlagen. River of Death gehört ebenfalls zur KSM Klassiker Reihe und hat seinen Platz in meinen Augen redlich verdient. Denn zuvor gab es River of Death nur für die Besitzer eines Videorekorders fürs Heimkino, aber dazu später mehr.

In River of Death erlebt man mal Michael Dudikoff in einer ganz anderen Rolle, nämlich in der eines Abenteurers, nicht wie sonst ein Haudraufmacker in Ninja-Manier. Doch ein drei Tage-Bart reicht leider nicht aus, um in die Rolle eines Art Indiana Jones zu schlüpfen, die Dialoge und seine schauspielerischen Fähigkeiten in dieser Rolle in River of Death sind sehr blass und schwach, man erlebte ihn schon in besseren Rollen.

Aber dennoch verspürt man in River of Death eine gut gelungene Atmosphäre, die Sets und das Ambiente des Dschungels kommen keineswegs billig und primitiv rüber, River of Death ist wieder ein Streifen vom Label “Cannon Group” was zwar sehr sparsam in Sachen Geldmittel war, aber es sollte keineswegs billig und einfalltslos wirken und dies ist Cannon auch in River of Death wiedermal vorzüglich gelungen. River of Death zählt eher weniger zu den typischen Actionstreifen der 80er Jahre, man kann und sollte River of Death eher ins Abenteuer Genre einordnen, denn da fühlt sich River of Death wie zuhause!

Was vor allem noch interessant zu erwähnen sei, das River of Death lange Zeit als verschollen galt, irgendwie war River of Death wie vom Erdboden verschluckt, man fand kaum noch Infos oder sogar Tapes von River of Death, aber wir Fans der alten Filme können beruhigt aufatmen, River of Death ist wieder da. River of Death weist einige bekannte Namen jener Zeit auf, vor allem  solche, die bei Cannon damals  Standardbesetzung waren. So spielen hier neben Michael Dudikoff noch Robert Vaughn, Donald Pleasence, Herbert Lom und Sarah Maur Thorp, wobei letztere als weibliche Hauptrolle hier verheizt wird. Frauen spielen in River of Death überhaupt nur eine Art Nebenrolle, ohne Nennenswerte Szenen.

Der männliche Part in River of Death macht  allerdings seine Sache sehr gut, und überzeugend, da gibt es nichts zu mäkeln. Und Regisseur Steve Carver war in den 70er bis 90er Jahren aktiv, aber nur im B-Film Sektor. Irgendwelche Kassenschlager gab es von ihm nicht. Aber auch im B-Movie Bereich konnte man sich damals wie heute einen Namen machen. Was sich zunächst als klassischer Abenteuerfilm präsentiert, wandelt sich schließlich zum Trash allererster Güte, als unsere Helden die verlorene Stadt als von den Nazis Brutstätte geheimer Experimente entlarven. Ein mit Hakenkreuz-Flaggen dekorierter Eingeborenentempel, MGs mitten im Dschungel und ein Nazidoc, der in einem Urwaldlabor an Eingeborenen herumexperimentiert – da lacht das Trashherz in River of Death.

Und ab diesem Punkt kommt nun auch endlich der Actionfan in River of Death voll auf seine Kosten. River of Death fängt ruhig und gelassen an und bringt ein Showdown wie man ihn sich nur wünschen kann vom Label Cannon Group. River of Death ist ein solider Streifen aus den 80er Jahren, der es verdient hat das er einen Platz auf einem digitalen Medium zu bekommen.

River of Death gibt es auf VHS und DVD und beide haben eine FSK 16 Freigabe und sind vollkommen ungeschnitten! Das Bild der DVD vom Label “KSM Klassiker” ist sehr gut umgesetzt worden, klare Farben und keine Bildverzerrungen oder Flecken sind zu erkennen. Lediglich das es River of Death nur im Mono Ton gibt ist etwas zu bemängeln, aber wenn es nun mal keine Stereotonspur gibt, kann man nicht zaubern, und lieber eine satte und vernünftig klingende Monotonspur als eine verhunnste aufgemotzte Stereotonspur!

Alles in allem ist die DVD Umsetzung sehr zufrieden stellend gelungen. Ein Film und Kauftip ist River of Death allemal, denn nicht jeder hat heutzutage noch einen Videorekorder daheim stehen.

Ich gebe River of Death 8 / 10 Punkten

[stextbox id=”info”]Vielen Dank geht an KSM Klassiker für das Bereitstellen der DVD zu “River of Death”[/stextbox]

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