Robin Hood – Helden in Strumpfhosen (1993)

Komiker Mel Brooks veralbert das erfolgreiche Helden-Epos mit Kevin Costner und läßt bei der Gelegenheit gleich das ganze Genre über die Klippe springen: Robin Hood ist ein Depp im lächerlichen Wams, dem trotzdem das Glück lacht. Er kippt den bösen Prinz John vom Thron, stutzt den Sheriff von Nottingham zurecht und erobert Lady Marian. Nur mit dem Keuschheitsgürtel hat der Held so seine Probleme.

Wenn der Name „Mel Brooks“ fällt, brauch man eigentlich nicht mehr viel sagen, oder? Doch wir machen es, der Erfinder und Macher von „Spaceballs“, „Das Leben stinkt“ war auch für Robin Hood – Helden in Strumpfhosen am Werke, vor und auch hinter der Kamera. Das bedeutet ein Gag jagt den anderen, aber auch etwas übertriebener Humor, der schon eher zum Slapstick gehört findet seine Plätze im Film.

Robin Hood – Helden in Strumpfhosen ist im gewissen Sinne eine 1:1 Kopie vom Epos „Robin Hood“ mit Kevin Costner in der Hauptrolle, die Geschichten sind identisch, nur Brooks erzählt die allseits bekannte Geschichte des Robin Hoods auf seine Art und Weise. Hier wird im Prinzip nichts ernst genommen, für alles gibt es ein Gegenpart zum Original, halt nur auf eine komödiantische Version.

Robin Hood – Helden in Strumpfhosen bietet dem Zuschauer aber noch mehr als nur Gags am laufenden Band, man kommt auch musikalisch in den Genuss, und kann an einem Mini – Musical teilnehmen ohne das Wohnzimmer zu verlassen. Im Film werden so einige Filme auf die Schippe genommen, „Kevin – Allein zu Haus“, „Der Pate“, „Hot Shots 2“ und wer noch ein gutes Auge für Satire basierend auf anderen Filmen hat, der wird noch Anspielungen auf „Die nackte Kanone 33 1/3“ entdecken können. Aber es sind noch viel mehr zu sehen, also am besten anschalten und mal genauer hinsehen, wer weiß was man noch so alles entdecken kann, oft sind es ja nur Kleinigkeiten oder Gegenstände.

Auch was die Besetzung der einzelnen Rollen angeht, war Mel Brooks einfallsreich. Die wenigsten dürften den Schauspieler von Robin Hood erkennen, so mit Bart und dem flippigen Outfit, aber es ist kein geringerer als Cary Elwes, ein sehr gefragter Schauspieler in Hollywood, war auch in „Saw“ zu sehen, da spielte er nämlich den Doktor der sich den Fuß absäbelt. Er hatte aber auch weitere Auftritte in „Der Dummschwätzer“ aus dem Jahr 1997 an der Seite von Jim Carrey, „Bram Stokers Dracula“ und „Tage des Donners“ an der Seite von Tom Cruise, dies sind nur ein paar Beispiele seiner Rollen, auch in TV – Serien war er gelegentlich zu sehen. Für die Rolle der Maid Marian wurde Amy Yasbeck engagiert, auch sie ist ein sehr bekanntes Gesicht, zu ihrer Laufbahn zählen Filme wie: „Die Maske“ mit Jim Carrey, „Pretty Woman“ und „Dracula – Tot aber glücklich“ mit Leslie Nielsen. Der Sheriff von Nuttingham wurde von Roger Rees gespielt, den man auch aus „Stop! Oder meine Mami schießt“ kennt. Er ist eigentlich ein kleines Highlight im Film, denn einen so bescheuerten und bekloppten Sheriff zu spielen, war bestimmt nicht einfach und verlangt Können und Geschick eines Schauspielers.

Alle Darsteller und auch die in den Nebenrollen besetzt sind, zeigen sehr gute Qualitäten und Können und hatten ersichtlich viel Spaß bei den Dreharbeiten zu Robin Hood – Helden in Strumpfhosen. Robin Hood – Helden in Strumpfhosen ist ein sehr unterhaltsamer Film, für Fans von Filmen die vollgepackt sind mit Satire und viel schwarzem Humor, ist der Film ein MUSS! Wer auf einfache simple Unterhaltung mit Albernheiten nicht klar kommt, sollte sich was anderes anschauen.

Robin Hood – Helden in Strumpfhosen gibt es auf VHS und DVD, und wird leider zu selten im Free TV ausgestrahlt. Schade, denn für mich ist der Film ein kleines Highlight und kann mit Vertretern des Genres ruhig in einem Atemzug genannt werden.

Ich gebe Robin Hood – Helden in Strumpfhosen 10 / 10 Punkten

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