Robo Warriors (1996)

Inhalt:

Ich umreiße mal eben die Geschichte: Im Jahr 2086 führen die Menschen Krieg (das ja mal was ganz neues) gegen Außerirdische (das ja mal was ganz neues). Die Erde ist apokalyptisch verwüstet (das ja mal was ganz neues) und es gibt noch ein paar Widerstandskämpfer (das ja mal was ganz neues). Diese versuchen in einem gigantischen Showdown (das ja mal was ganz neues) den Untergang der Menschen entgegenzuwirken (das ja mal was ganz neues). So…Geschichte Ende.

Filmisches Feedback:

Mein lieber Mann…

…was für ein Spektakel. Vieles ist nicht neu. Neu ist allerdings die schonungslose Bescheuertheit sämtlicher Beteiligter. Sie schämen sich vor gar nichts. Billige PREDATOR-Ripp-Offs wechseln sich ab mit Man in Suit-Idioten die nichts anderes machen als den Robodance ad absurdum zu treiben. Alien-Roboter kämpfen gegen die Menschen-Roboter (Kreativeinfall: Name Earthbots), Internet heißt hier Infoweb, Masken die eine Mischung aus Klingonen und Ferengi in billig darstellen sollen. Höhepunkt ist so eine Art T.Rex-Roboter und die alte 80er Legende James Tolkan in einem Kostüm, das selbst Karl Lagerfeld nicht beschissener hätte gestalten können. Und eben drum ist dieser Film ein Sammelbecken des Absurden und macht, wenn man sich darauf einlässt, Spaß. Aber um Himmels Willen nicht ernst nehmen.

Das Drehbuch schrieb übrigens Stuart Gordon, der uns die Filme RE-ANIMATOR  (1985) oder SPACE TRUCKERS (1996) schenkte. Regisseur Ian Barry drehte danach hauptsächlich Episoden für TV-Serien. Hauptdarsteller James Remar wäre um ein Haar Hicks in ALIENS (1986) geworden bis man ihn ersetzte. Und James Tolkan, auch auf dieser Homepage mit einen Artikel in der GESICHTER AUS DER ZWEITEN REIHE gewürdigt, spielte in solch Filmen mit wie ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT (1985) oder MASTERS OF THE UNIVERSE (1987).