Robosaurus (1992)

Inhalt:

In einer mal wieder nicht allzu weit entfernter Zukunft in Amerika muss der Cop David Nash (Robert Taylor)  bösen Bubbis davon abhalten eben Böses zu tun. Das macht er auch soweit erfolgreich. Bis sein kleiner Sohnemann mit einer neuartigen Feuerwaffe regelrecht eingeäschert wird. Da ist der Vadda aber wütend und will den Waffenhändler dingfest machen der diese Waffe vertreibt. Aber allein gegen eine ganze Armee ist schwierig, wenn man nicht Arnold Schwarzenegger oder Sylvester Stallone heißt. Also bekommt er unerwartet Hilfe. Und zwar von einen Zeitreisenden namens Jeremiah Jones (J.A. Preston). Dieser gibt Nash übernatürliche Kräfte. Mit diesen Kräften erweckt Nash ein Spielzeug zum Leben, den Robosaurus. Mit ihm zieht er in die alles entscheidende Schlacht gegen die Waffendealer.

Filmisches Feedback:

My lovely Mister singing Club!

Was ein Fest dieser Granatenschwachsinn doch ist. Diese absurde Mischung aus „Rache“-Film, Roboterkloppe und Zeitreisethematik ist sowas von durchgeknallt, dass man ihn sich ansehen muss. Ursprünglich als Pilotfilm zu einer TV-Serie geplant (warum eigentlich nicht?) passt hier gar nichts: Dialoge, Spannung, SFX und alles drumherum. Und grade deswegen passt es wunderbar. Blödsinn trifft Spaßigkeit.

Solang man sich drauf einlässt wunderbar. Der Hauptdarsteller Robert Taylor wirkte Ende der 80er in solch guten Filmen wie ZEIT DES GRAUENS  (1988 – ein echt guter TV-Mehrteiler) und BARRACUDA  mit.  Zudem hat er mit Roy Brocksmith einen namhaften genredarsteller an seiner Seite. Brocksmith (der schon einen Eintrag in unserer GESICHTER AUS DER ZWEITEN REIHE-Kategorie hat) brauchte aber anscheinend dringend Geld. Sonst hätte er hier wohl nicht mitgemacht. Auch J.A. Preston ist kein Unbekannter. Trat er doch in solche Filmen auf wie REMO – UNBEWAFFNET UND GEFÄHRLICH (1985) oder EINE FRAGE DER EHRE (1992). Auch John Finn könnte euch bekannt sein. Er hatte eine der Hauptrollen in der TV-Serie COLD CASE (2003 – 2010). Und selbst Joan Chen (DER LETZTE KAISER (1987), JUDGE DREED (1995)) guckt um die Ecke. Also an den Schauspielern kann es nicht liegen, dass der Film nicht wirklich ein Hochklässer geworden ist.

Regisseur Christopher Crowe drehte hiernach nur noch einen TV-Film. Ansonsten ist er Autor der Serien SEVEN DAYS (1998 – 2001) oder DIE UNBESTECHLICHEN (1993 – 1994) oder B.L. STRYKER (1989 – 1990) gewesen.

Der Film existiert auf DVD in einer Sammelbox zusammen mit ROBOTJOX 1 – 3 von Schröder/Media.