Robot Maniac (1984)

Michael, ein junger, unauffälliger Mann, hat auf grausame Weise seine Eltern umgebracht. Als er aus der Heilanstalt entlassen wird, versucht er, die Ursache für seinen Amoklauf zu finden. Hierbei entdeckt Michael, daß er das Opfer von Dr. Howell geworden ist, der mit Vorliebe Genmanipulationen und Gehirntransplantationen an Menschen vornimmt. Auf einer Insel züchtet Howell gerade eine Handvoll Zombies.

Sicherlich ist fast jedem die TV Serie POWERRANGERS ein Begriff, und wenn dem so ist, dann weiß man auch welcher Regisseur sich hinter dem Titel ROBOT MANIAC von 1984 verbirgt. Zu seinen weiteren filmischen Werken gesellen sich Titel wie MEIN GROSSVATER IST EIN VAMPIR von 1991 und DREAMLINERS von 1990. Für ROBOT MANIAC schrieb er auch das Drehbuch, jedoch sind die Qualitäten darin nicht sonderlich gut mit ihm gewesen und so ist der Film eher ein Mix aus verschiedenen anderen Produktionen, lediglich mit ein paar kleinen feinen Veränderungen.

Ein B – Movie Horrorstreifen, der dennoch seine Zuschauer etwas überraschen wird. Die kühle Atmosphäre gepaart mit dem unglaublich gut gewählten Settings auf einer einsamen Insel versprühen einen eigenwilligen Charme. Dazu gesellen sich ausserordentliche gute Splatter Effekte, wenn man bedenkt das das Budget doch sehr begrenzt war. Daher wohl auch eher nur mittelmässige Schauspieler im Cast vorzufinden, allseits bekannte Namen tauchen eher weniger in der Besetzungsliste auf, so werden halt Kosten im Zaum behalten. Doch obwohl man hier wohl eher auf Amateure zurückgriff, fällt keiner negativ ins Licht und allesamt wirken in keinster Weise lächerlich und stümperhaft. Statt auf junge Teens zurück zu greifen, bediente man sich eher jungen Erwachsenen, die es zwar auch mal auf dem Rücksitz treiben, oder sich mit einer Art Rockern anlegen, doch wirkt dies nicht lächerlich.

Die Story von ROBOT MANIAC geht recht flott ins Rennen, und bezieht den Zuschauer schon recht schnell ins Geschehen mit ein, was bei einer kurzen Laufzeit von knapp 76 Minuten auch dem Unterhaltungswert gut tut. Die VHS Version vom Label VPS ist um ein paar Szenen gekürzt worden, wobei auch die DVD Auflage in der bekannten RED EDITION leicht geschnitten ist. ROBOT MANIAC sorgte zumindest für Aufsehen in den 80er Jahren, genauer gesagt wurde er 1988 auf die Indizierungsliste gesetzt. Die Indizierung wurde im Januar 2013 erst wieder aufgehoben und lässt den B – Movie Horrorfilmfan hoffen, eine Uncut Version in naher Zukunft vor die Linse zu bekommen.

Zwar bietet ROBOT MANIAC dem Zuschauer kaum Neuerungen im Plot, verzichtet aber gekonnt daruf dem Zuschauer mit Klischees zu bombadieren. Jedoch benötigt man etwas Ausdauer, denn erst in der letzten Hälfte der Spielzeit offenbart der Streifen erst seine wahren Qualitäten. Dann wird es richtig blutig und die Effekte kommen zum Vorschein und bescheren dem Horrorfilmfan einen Augenschmaus guter Handwerkskunst!