Rocketeer – Der Raketenmann (1991)

Im Jahr 1938 gelangt der junge Flieger Cliff Secord durch Zufall in den Besitz eines neuartigen Raketenpacks. Erste heimliche Experimente zeigen schnell, was das “X-3” alles kann: dank des Raketenpacks schießt der junge Mann in die Lüfte. Doch Cliff hat Bedenken, sich das gefundene Garät einfach anzueignen, da eine große Anzahl von Menschen, eingeschlossen eines Möchtegern-Diktators, nichts unversucht läßt, in den Besitz des Geräts zu gelangen.

Rocketeer ist ein Film von der Tochterfirma “Touchstone Pictures”, diese Firma gehört zum Imperium von Walt Disney. Rocketeer basiert auf einer Comicvorlage aus den 30er und 40er Jahren von Dave Stevens. Regie bei Disney ihrem Rocketeer führte Joe Johnston, der auch wir erinnern uns den Film “Jumanji” gedreht hatte.  Rocketeer ist eine Klischeevolle Heldengeschichte, mit einem zum Ende erwartenen Happy End, das ist halt Hollywood und Disney zugleich, in Rocketeer wurde drauf geachtet, das der Film familienfreundlich ist und bleibt.

Dies tut Rocketeer aber keinen Abbruch, denn für wunderbare 90 Minuten Unterhaltung ist hier bestens gesorgt worden! In Rocketeer sind auch einige bekannte Gesichter aus vielen anderen Filmen wieder zu erkennen, da wären zum einen Bill Campbell, der uns auch schon in “Bram Stokers Dracula” als Dracula die Furcht lehrte, und in unzähligen TV-Filmen und diversen Serienauftritte wie in “Denver-Clan” und “Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrtausend”. In weiteren Rollen sind Timothy Dalton, man kennt ihn noch als James Bond Darsteller, und Jennifer Connelly, die man sich auch schon in “Dark City” anschauen konnte.

Durch einige Unklarheiten und Unstimmigkeiten auch mit diversen Lizenzinhabern mussten einige Änderungen vorgenommen werden, was bedeutete das man sich bedingt an die Comic-Vorlage halten konnte. Zum einen ging es um Namen diverser Rollen in Rocketeer und auch Handlungen und Aussehen diverser Szenen mussten zwangsläufig geändert werden! Nebenbei hat die Filmwelt den Machern von Rocketeer noch eine technische Errungenschaft zu verdanken, erfunden diese für die Flugszenen doch die Shaky-Cam (Gegenteil zur Steady-Cam), die auch heute noch regelmäßig eingesetzt wird. Die Vibrationen der Kamera werden aufs Bild mit übertragen, dies ist in Rocketeer mehr als nur einmal zu bestaunen, doch auch diese Erungenschaft verhalf Rocketeer nicht zum gewünschten Erfolg, was ich persönlich sehr schade finde, denn Rocketeer ist ein Beweis dafür das man eine Art Superhelden auch ohne viel Schnick Schnack und Technikaufwand wundervoll in Szene setzen kann.

Wäre Rocketeer ein Erfolg an den Kinokassen gewesen, würde es heutzutage bestimmt einen zweiten Teil geben oder sogar ein Remake, aber was ja nicht ist, kann ja noch werden. Rocketeer kam zeitgleich mit “Robin Hood” mit Kevin Costner in die Kinos, was vieleict einen Teil zum Misserfolg beigetragen hatte. Rocketeer wurde des öfteren im Free TV auf ARD und 3Sat ausgestrahlt, aber leider auch dort nur leicht gekürzt, zwei Szenen wurden rausgeschnitten.

Die Story in Rocketeer ist flott, amüsant und anregend umgesetzt worden, Rocketeer bringt den Zuschauer und sei es auch die ganze Familie in eine andere Welt und man kann sich getrost zurücklehnen und sich in die Vergangenheit zurückversetzen lassen. Rocketeer gibt es auf VHS und DVD, beide Auflagen dieser Medien sind Uncut, die fehlenden Szenen aus dem TV sind darin komplett enthalten. Rocketeer ist ein familienfreundlicher Abenteuer-Komödie Film, den man sich getrost mehr als einmal anschauen kann und auch sollte. Auch wenn viele Kritiker der Meinung sind, das Rocketeer eine Art “Iron-Man” für Arme ist, aber in meinen Augen, zählt der Charme einer Rolle und des ganzen Filmes mehr als coole Effekte!

Ich gebe Rocketeer 9 / 10 Punkten